Basketball: Die SG ART Giants ist am Ziel ihrer Träume

Basketball : ART Giants sind am Ziel ihrer Träume

Die Basketballer spielen in der nächsten Saison in der dritthöchsten Spielklasse. Sie feierten den Triumph ausgelassen.

Jonas Jönke versucht gar nicht erst wegzulaufen. Die obligatorische Bierdusche seiner Spieler lässt der erfolgreiche Trainer gerne über sich ergehen. Wenige Meter weiter wird Center Sebastian „Beißer“ Kehr von seiner Edelfan-Gruppe vor purer Freude umgerissen. Die Basketballer der SG ART Giants jubeln, fallen sich in die Arme und klatschen mit ihren Fans ab. Wenig später nehmen die Korbjäger vor 500 begeisterten Zuschauern stolz ihre Medaillen in Empfang. Kapitän Mindaugas Reminas reckt freudestrahlend den Pokal in die Höhe. Die Düsseldorfer sind am Ziel ihrer Träume: Durch ihren 94:75 (47:31)-Heimsieg über den Vorletzten Baskets Salzkotten sichern sie sich einen Spieltag vor dem Saisonende die Meisterschaft in der 1. Regionalliga und steigen in die Pro B auf, die dritthöchste Spielklasse Deutschlands.

„Ich bin wahnsinnig stolz auf das Team. Alle Spieler haben hart gearbeitet. Sie haben viel dafür getan, dass sie jetzt ganz oben stehen“, betonte Trainer Jonas Jönke. Endlich fiel auch bei ihm die Anspannung ab. „Lange Zeit waren wir ungeschlagen, was die Gegner besonders motiviert hat. Jeder wollte uns unbedingt schlagen. Mit jedem Sieg hat sich aber der Druck erhöht. Jeder hat erwartet, dass wir Meister werden. Daher bin ich jetzt sehr erleichtert und einfach nur froh, dass wir es geschafft haben.“ Die Schlüssel zum Erfolg: „Wir haben sehr gute Individualisten, wir konnten ohne Qualitätsverluste rotieren. Vor allem aber sind das wirklich gute Charaktere, die einen enormen Teamgeist an den Tag gelegt haben. Wir waren wirklich ein Team, und das macht den Erfolg aus“, schwärmte der Coach. Für den 34-Jährigen ist es der größte Triumph als Trainer im Herrenbereich. Vor zweieinhalb Jahren hatte er die Mannschaft auf einem Mittelfeldplatz übernommen.

Das Heimspiel gegen Salzkotten war eigentlich ein Selbstläufer. Schon zu Beginn wollten die Gastgeber für die Galerie spielen, doch damit waren sie zunächst nicht erfolgreich. Der Gegner ging nach zwei Dreiern mit 10:4 in Führung. Doch dann wurden die Giants treffsicherer, punkteten auch dank des starken Dainius Zvinklys nun vermehrt unter dem Korb. Ab dem 22:21 nahmen sie weiter Fahrt auf und spielten sich in einen Rausch. Kapitän Mindaugas Reminas verwandelte fünf seiner sieben Dreierversuche und verzückte die Fans mit no-look-Pässen. Spielmacher DeShaun Cooper glänzte mit sieben Assists, Lennart Weichsel sorgte mit sechs Assists und zwei Monsterblocks für Begeisterung. Die Halle kochte. So zogen die Gastgeber auf 47:31 davon und bauten diese Führung nach der Pause weiter aus. Bei einer besseren Trefferquote wäre sogar ein höherer Sieg möglich gewesen.

Nach dem Abpfiff gab es kein Halten mehr. Auch nach der Meisterehrung durch den Verbandsvertreter feierten die Akteure in der Halle noch lange mit ihren Fans. Während der frisch gebackene Vater Jonas Jönke anschließend zu seiner Familie zurückfuhr, ließ es die Mannschaft in der Düsseldorfer Altstadt noch ordentlich krachen. „Feierbiester“ waren DeShaun Cooper und Michael Agyapong. „Die beiden waren ganz vorne mit dabei“, verriet Co-Trainer Gabriel Strack grinsend.

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