Galopp : Badener Meile am Rhein

In der ursprünglichen Terminplanung des deutschen Galopprennsports war die heutige Veranstaltung in Grafenberg gar nicht vorgesehen. Stattdessen stand der Name Baden-Baden in den Kalendern.

Der dortige Veranstalter hat jedoch vor einigen Monaten aus finanziellen Gründen das Handtuch geworfen, und die neue Betreibergesellschaft sah sich nicht in der Lage, das eigentlich von heute an terminierte Frühjahrsmeeting in der Kürze der Zeit zu stemmen.

Andere Rennvereine hatten einzuspringen. Düsseldorf war darunter, und so wird heute ein Rennen mit dem Namen "Badener Meile" in Grafenberg geparkt. Eine einmalige Angelegenheit, denn 2011 werden um diese Jahreszeit in Baden-Baden wieder Rennen stattfinden. "Und eine teure Angelegenheit", fügt Peter-Michael Endres, Präsident des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins hinzu. "Der Tag kostet uns zwischen dreißig- und vierzigtausend Euro." Denn im Jahresetat war er nicht vorgesehen — ohne den "Freundeskreis" des Klubs wäre der Tag ohnehin nicht möglich gewesen. Endres: "Andere Rennvereine wie Krefeld oder Köln springen auch für Baden-Baden ein, ansonsten hätten wir in Deutschland eine Woche lang überhaupt keine Galopprennen gehabt."

Das Hauptereignis des Tages, ob man es denn nun Preis des Freundeskreises oder Badener Meile nennen will, hat in jedem Fall eine ausgezeichnete Besetzung gefunden. 13 Pferde laufen über 1600 Meter um immerhin 55 000 Euro. Die längste Anreise hat Polivato, ein vier Jahre alter französischer Hengst, der von Toulouse aus mehr als 1200 Kilometer unterwegs war.

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Ob er aber gut genug ist, die einheimischen Meilenspezialisten zu ärgern, ist fraglich. An deren Spitze stehen gestandene Grand-Prix-Pferde wie Earl of Fire mit Dominique Boeuf im Sattel, der erstmals in diesem Jahr antretende Le Big unter Champion Eduardo Pedroza und der von Jiri Palik gerittene Sehrezad, der aber durchlässigen Boden benötigt. Der ist bei der aktuellen Wetterlage kaum zu erwarten. Auch Top-Trainer Peter Schiergen aus Köln ist mit einem Pferd am Start, Atlantic Sport.

Der erste Start ist für 15.30 Uhr vorgesehen, denn "der Samstag ist für uns ein etwas ungewöhnlicher Veranstaltungstag", berichtet Endres, "da kaufen die Leute morgens gerne noch ein. Deshalb beginnen wir später als sonst."

(RP)