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Fußball: Aufsteiger Fortuna will die größere Härte annehmen

Fußball : Aufsteiger Fortuna will die größere Härte annehmen

Bereits im Juni sind die Handballerinnen des Oberliga-Aufsteigers Fortuna in die Vorbereitung gestartet. Es sollte genug Zeit bleiben, um aus der stark veränderten Mannschaft eine neue Einheit zu schweißen. Schließlich galt es nach sechs Abgängen, sieben Zugänge in das Team zu integrieren und auf eine einheitliche spielerische Linie einzuschwören.

Schon jetzt erwies sich der frühe Trainingsstart als goldrichtig, da die Heimhalle der Fortunen an der Graf-Recke-Straße zunächst durch die Sommerferien und anschließend durch einen Wasserschaden nicht zur Verfügung stand.

Durch die Teilnahme an zwei Turnieren, einem Trainingslager in Andernach, elf Testspielen, Einheiten im Fitnessstudio und intensivem Lauftraining im Südpark konnte dieses Manko aus Sicht von Trainerin Heike Stanowski nur teilweise ausgeglichen werden: "Unterm Strich war eine gezielte Vorbereitung in der Halle nicht möglich." Dennoch glaubt sie, dass sich ihre Schützlinge in der neuen Spielzeit nicht verstecken müssen und der Klassenerhalt eine machbare Zielsetzung ist. Wichtig ist jedoch, dass sich die Mannschaft schnell an das körperbetontere Spiel gewöhnt und die dort übliche Härte annimmt. Deshalb ist Stanowski froh, dass die Zugänge fast ausnahmslos bereits Oberliga-Erfahrung haben. Gleich zu Saisonbeginn muss sie jedoch auf wichtige Spielerinnen verzichten. Spielmacherin Kerstin Jördens (Diplom-Arbeit) und Kreisläuferin Nina Kösterke (Hochzeitsreise) werden erst nach der Herbst-Pause einsteigen. Noch länger dauert der Ausfall von Lena Reinke-Welger, die sich bei einem Turnier eine Schultereckgelenks-Sprengung zuzog und voraussichtlich erst wieder im Januar zur Mannschaft stößt.

Verbandsligist ART 77/90 hat sich nach dem Abstieg aus der Oberliga, noch als HSG Düsseldorf, vor allem eines zum Ziel gesetzt: mehr auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Schaut man wenige Tage vor dem Saisonstart auf den Kader der Ratherinnen, so hat das Team um Trainer Christoph Müller seinen Worten Taten folgen lassen. Zehn Abgängen von durchweg "älteren" Spielerinnen steht der Zugang von fünf jungen Feldspielerinnen gegenüber, welche zum Teil schon in der Jugend der Rather spielten.

Lediglich im Tor wichen die Rather von ihren eigenen Vorgaben ab und verpflichteten in der 28-jährigen Kerstin Appelbaum eine Keeperin mit viel Erfahrung. Sie spielte zuletzt bei Fortuna, kam dort aber neben der Stamm-Torfrau Petra Bitto kaum zum Zuge. Mit seiner jungen, hungrigen Mannschaft strebt der ART nicht den sofortigen Wiederaufstieg in die Oberliga an. Vielmehr will man sich in der neuen Klasse konsolidieren. Diese Zeit werden die Ratherinnen sicherlich brauchen, da sich auch die taktische Marschrichtung geändert hat. "Ich möchte mit meiner Mannschaft Tempo-Handball spielen. Unsere neu formierte Mannschaft soll die Zuschauer mit ihrem Spiel begeistern und in die Halle locken. Wir wollen Werbung für den Frauen-Handball betreiben", gibt Müller das spielerische Ziel vor.

(hinz)