Basketball ART Giants verlieren Heimpartie gegen Nürnberg

Düsseldorf · Die ART Giants büßen in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A durch die Niederlage gegen die Nürnberg Falcons den Vorsprung auf die Abstiegsplätze ein. Sie sind nun punktgleich mit ART Leverkusen, das gleichzeitig gewann.

Booker Coplin hatte gegen Nürnberg Ladehemmung.

Booker Coplin hatte gegen Nürnberg Ladehemmung.

Foto: RP/Benedikt Jerusalem

Es wird eng für die ART Giants in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A. Gegen die Nürnberg Falcons setzte es im 19. Liga-Spiel der Saison die 14. Niederlage. Und weil die Namesncousine aus Leverkusen ihre Heimpartie gegen Schwenningen mit 97:76 gewann, haben die beiden Giants jetzt jeweils zehn Punkte erspielt. In einer zerfahrenen Partie reichte den Falken eine durchschnittliche Leistung, um die beiden Tabellenpunkte mit nach Franken zu nehmen. Nürnberg stand stabil in der Defense und Offense, der ART fand kein Mittel, um die Angriffs- und Abwehrkreise der Nürnberger entscheidend zu stören.

Was die Giants zum Saisonbeginn stark machte, die sehr hohe Dreierquote, hat sich in eine Schwäche verwandelt. Am Anfang hatten die Schützlinge von Cheftrainer Florian Flabb etwas mehr als die Hälfte ihrer Würfe jenseits der 6,75 Meter-Linie getroffen. Gegen die Falcons fanden lediglich neun der 35 Dreierversuche ihr Ziel. Das entspricht einer Quote von 26 Prozent. Erschreckend ist die Ausbeute vom ehemaligen „Dreier-König“ Booker Coplin. Er versuchte es gegen Nürnberg achtmal aus der Distanz, traf aber nur einmal. Und doch war der US-Amerikaner mit 13 Punkten drittbester Schütze gegen die Franken.

Es war eine oftmals schlampig geführte Partie der Giants. Pässe kamen nicht sauber, Abschlüsse wurden nicht konsequent zu Ende gespielt, Bälle leichtfertig aus der Hand gegeben. Furchterregend war auch die Erfolgsgeschichte von Vincent Friederici. Er versuchte während seiner fast zwölf Minuten Spielzeit gegen Nürnberg fünfmal zum dreifachen Korberfolg zu kommen, es gelang keinmal. Innerhalb der Zone versuchte es der 21-Jährige nicht einmal. Damit brach eine der normalerweise punktbringenden Säulen im Giants-Spiel komplett weg. Im Durchschnitt steuert Friederici zehn Punkte zur ART-Ausbeute bei.

Es gab keinen Akteur bei den Giants, der den Rest der Truppe durch begeisternde Aktionen mitzog. Zwar punktete Ryan Richmond zweistellig, aber auch der Kanadier konnte seine Mitspieler nicht entscheidend in Szene setzen. Und weil Routinier Andrius Mikutis, der beste Dreierschütze in der ART-Aufstiegssaison, nach seiner Schulterverletzung noch nicht die alte Wurfsicherheit wiedergefunden hat, war der Nürnberg Erfolg letztendlich verdient.