Basketball : ART Giants unterliegen erneut

Die Düsseldorfer halten in der Pro B gegen LOK Bernau gut mit, sie machen aber zu viele technische Fehler.

Die Banner waren vielversprechend. „Dunkin´ D-Town. Ready to lose your heart“ stand auf den Bannern, die in der Halbzeitpause hochgezogen wurden. Keine Frage, die 450 Zuschauer in der Sporthalle des Comenius-Gymnasiums haben diesen neuen Slogan schon verinnerlicht und ihr Herz bereits an die Basketballer der ART Giants verloren. Viele Dunkings haben die Fans von ihren Lieblingen an diesem Abend allerdings nicht gesehen. Das Außenbild des Vereins ist zwar neu (siehe Infokasten), aber die erste Mannschaft legte gegen LOK Bernau einen ähnlichen Auftritt hin wie in der Vorwoche: Sie hielt gut mit, unterlag jedoch mit 77:84 (39:40).

Erneut hatten die Düsseldorfer mit technischen Fehlern und frühen Foulproblemen zu kämpfen. „Wir haben viele technische Fehler produziert, darunter viele Schrittfehler. Das ist momentan unser großes Problem. 22 Ballverluste sind immer noch zu viel. Das können wir uns in dieser Liga nicht erlauben“, monierte Trainer Jonas Jönke. Zudem kassierte der athletische Dainius Zvinklys bereits in der 13. Minute von den oft kleinlich pfeifenden Schiedsrichtern sein drittes Foul. „Dan bringt uns sonst so viel Energie. Nach dem dritten Foul musste ich ihn schützen und leider für lange Zeit herausnehmen. Seine Power hat uns gefehlt. Alle waren viel gehemmter“, urteilte Jönke.

Dabei starteten seine Schützlinge gut. Zvinklys und Brady Rose verwandelten zwei Dreier. Auch die ersten Abschlüsse von Faton Jetullahi und Quadre Lollis fanden den Weg ins Ziel (14:8). Mit ihrem geduldigen Ballvortrag und einem selbstbewussten Alexander Blessig gestalteten die Gäste das Spiel offen (22:22). Ab dem zweiten Viertel übernahmen sie die Führung. An der Seitenlinie wurde Jönke fortan etwas lauter, da sich sein Team teilweise zu unkonzentriert präsentierte und leichtfertige Ballverluste verursachte. Zur Pause betrug der Rückstand einen Zähler.

Nach dem Seitenwechsel ging es härter zur Sache, beide Teams machten die Räume durch aggressive Verteidigungsarbeit eng (44:44). Deion Giddens war es dann, der die Halle gleich doppelt zum Beben brachte: Erst räumte der 26-Jährige seinen Gegenspieler unter dem eigenen Korb mit einem sauberen Block ab, anschließend ließ er die Fans mit einem krachenden Dunking jubeln. Trotzdem zog der Gegner schnell wieder davon (57:65). Im Schlussviertel setzten die Hausherren alles daran, die Wende einzuleiten. Doch die Gäste kamen immer wieder abgeklärt und zielstrebig zum Korberfolg (63:72). Erneut kämpften sich die Düsseldorfer heran, 74:76 stand es 80 Sekunden vor dem Abpfiff. „In der Schlussphase haben wir leider dumme Entscheidungen getroffen. So wird es schwer, eine Begegnung nochmal zu drehen“, sagte Jönke enttäuscht. Bernaus Dan Oppland entschied die Partie mit traumwandlerischer Sicherheit von der Freiwurflinie (insgesamt alle zwölf Freiwürfe getroffen) für die Gäste.