ART Giants imponieren mit einem Offensivfeuerwerk

Basketball : ART Giants imponieren mit einem Offensivfeuerwerk

Der Aufsteiger in die 2. Bundesliga Pro B bleibt auch nach dem dritten Spieltag ungeschlagen. Überragender Spieler ist Sebastian Kehr.

Die Basketballer der ART Giants sind auch in der 2. Bundesliga Pro B nicht aufzuhalten. Mit dem 82:74 (40:28)-Heimerfolg über die VfL SparkassenStars Bochum feierten sie vor rund 450 Zuschauern ihren dritten Sieg im dritten Spiel und übernahmen vorübergehend sogar die Tabellenspitze.

„Wenn mir jemand dieses Szenario vor dem Saisonstart angeboten hätte, hätte ich das sofort unterschrieben. Wir sind jedenfalls sehr froh, dass uns solch ein toller Start in die neue Liga gelungen ist. Es ist das Ergebnis unserer harten und konzentrierten Arbeit“, sagte Trainer Jonas Jönke freudestrahlend.

Gegen die Bochumer starteten die Gastgeber gut. „Unsere Defensive hat gut gearbeitet, aber das Rebounding hat mir nicht gefallen. Da haben wir immer wieder zweite Chancen des Gegners zugelassen“, monierte der Coach. Angeführt von Spielmacher Brady Rose beendeten die ART Giants den ersten Abschnitt mit 18:18. Danach verteidigten sie wesentlich besser, im Rebounding behielten sie nun die Oberhand. „Als Team haben wir echt gut gespielt und vorne immer wieder gute Abschlüsse gefunden“, merkte Jönke an. Die Bochumer verzweifelten, ihnen gelangen bis zur Pause nur noch zehn Pünktchen.

Nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Hausherren das Geschehen und marschierten Anfang des letzten Viertels bis auf 18 Punkte davon (67:49). Das Offensivfeuerwerk läutete dabei Sebastian („Beißer“) Kehr ein. Der Center verwandelte einen Dreier, setzte sich unter dem Korb durch und traf auch noch zwei Freiwürfe. Insgesamt kam er auf 17 Zähler, darunter drei Distanzwürfe.

„So viele Dreier hat der Beißer noch nie in einem Spiel getroffen. Man sieht, dass er ein sehr, sehr großes Selbstbewusstsein hat. Offensiv hat er ein super Spiel abgeliefert, auch in der Defensive hat er wieder einen super Job gemacht“, lobte Jönke. Eine Parallele mit Fortuna-Urgestein Andreas „Lumpi“ Lambertz kann man bei Kehr schon ziehen. „Man muss Sebastians Entwicklung sehen: Er ist mit diesem Verein groß geworden, seit der Oberliga hat er verschiedene Klassen durchlaufen. Mit seinen 28 Jahren spielt er jetzt so hoch wie noch nie.“ Daran können sich laut Jöhnke andere Jungs ein Beispiel nehmen. „Viele wollen unbedingt schon in frühen Jahren zu einem höherklassigen Verein wechseln. Für Sebastian kam ein Wechsel nie in Frage.“ Sebastian Kehr habe den richtigen Weg gewählt, sei dem Verein immer treu geblieben. „Er hatte so genügend Zeit, sich zu entwickeln“, sagt sein Coach schwärmerisch.

Neben Kehr gefielen erneut Brady Rose und Faton Jetullahi. „Brady führt das Team, hält die Jungs zusammen, war Topscorer und Top-Assistgeber. Er ist erst seit drei Wochen hier, macht aber einen überragenden Job“, betonte Jönke. „Brad und Faton – das ist eine super Kombination auf der Guard-Position.“

Auch die anderen Mitspieler erfüllten ihre Rollen sehr gut. Zusammen überstanden die Düsseldorfer auch eine kritische Phase, als der Gegner im letzten Viertel den Rückstand auf sieben Punkte verkürzte. Mit vereinten Kräften konnten sie aber die Aufholjagd der Bochumer stoppen.

ART Giants: Rose 18, Kehr 17, Jetullahi 13, Zvinklys 12, Wilkins 6, Möller 6, Lollis Jr. 5, Schild 5, Giddens, Agyapong, Helmhold, Liebert.

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