Basketball : ART Giants gelingt die Sensation

Im dritten und entscheidenden Spiel im Play-off-Halbfinale besiegen die ART Giants die Orange Academy Ulm mit 86:71 (35:33) und sichern sich damit den sportlichen Aufstieg in die 2. Basketball Bundesliga Pro A, der zweithöchsten Spielklasse in Deutschland. „Das ist der Hammer. Ich bin so stolz auf die Truppe“, schwärmt Trainer Florian Flabb.

Als der Abpfiff ertönt, gibt es kein Halten mehr: Die Spieler schreien ihre Freude heraus, die begeisterten Zuschauer machen Standing Ovations und feiern ihre Helden. Lennart Boner schnappt sich das Mikrofon, schüttelt den Kopf. „Ich bin sprachlos. Wahnsinn!“, ruft der Centerspieler der ART Giants den Fans zu und stimmt die Humba an, die sein Team und das Publikum lautstark mitfeiern.

Jacob Engelhardt und Franklyn Aunitz machen später den Diver, ehe Aunitz seinen überraschten Teamkameraden Quadre Lollis noch mit Bier übergießt. Auch die jungen Autogrammjäger kommen voll auf ihre Kosten. Den Düsseldorfern ist kurz zuvor Historisches gelungen: Im dritten und entscheidenden Spiel im Play-off-Halbfinale besiegten sie die Orange Academy Ulm mit 86:71 (35:33) und sicherten sich damit den sportlichen Aufstieg in die 2. Basketball Bundesliga Pro A, der zweithöchsten Spielklasse in Deutschland.

„Das ist der Hammer. Ich bin so stolz auf die Truppe“, schwärmt Trainer Florian Flabb. Entscheidend für den Sieg war die Leistung in der zweiten Halbzeit. Die Gastgeber kamen mit deutlich mehr Energie aus der Kabine. Kapitän Andrius Mikutis und der US-Amerikaner Booker Coplin zogen immer wieder zum Korb, Aufbauspieler Franklyn Aunitz steuerte einen Dreier bei. Beim 48:38 erspielten sich die Hausherren erstmals eine zweistellige Führung und bauten diese bis zum Ende des dritten Viertels auf 61:48 aus.

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„Unsere Dreierwürfe haben sie uns gut weggenommen. Daher sind wir vermehrt zum Korb gezogen, haben immer wieder die Lücken attackiert und dabei auch schwierige Würfe getroffen“, erklärt der Coach. In der Defensive schmissen sich die Giants auf den Ball, verteidigten hart und ließen kaum noch Offensivrebounds des Gegners zu. Zu Beginn des letzten Viertels nahm Mark Gebhardt das Heft in die Hand, brachte seine Mannschaft mit 69:52 in Führung. Spätestens, als Lennart Boner ein Steal mit einem krachenden Dunk zum 74:55 (36.) abschloss, war die Entscheidung gefallen.

Nach dem Abpfiff hatte der Vereinsvorsitzende Tim Uhden nur lobende Worte übrig. „Das, was Florian Flabb hier geleistet hat, ist überragend“, schwärmte er. „Am Saisonanfang hatten wir ein paar Probleme. Aber wie Florian das Team entwickelt hat und wie die Mannschaft zusammengewachsen ist, so etwas hat man nur alle zehn Jahre. Jeder zerreißt sich für den anderen, alle freuen sich miteinander. Das ist eine fantastische Teamchemie. Diese war der Schlüssel für den Erfolg“, betonte Uhden. Die Verpflichtung von Booker Coplin, der in den USA in der dritten College-Liga aktiv war, war zudem ein echter Glücksfall.

Mit dem Einzug in das Play-off-Finale haben die ART Giants das sportliche Aufstiegsrecht in die Pro A erworben. Dieses wollen sie auch wahrnehmen. „Wir haben lange überlegt, was wir tun, wenn wir uns tatsächlich in den Playoffs durchsetzen“, verrät Uhden und denkt dabei auch an das Beispiel WWU Baskets Münster. Diese hatten vor einigen Jahren auf den Aufstieg verzichtet, weil sie sich für die professionellere Pro A noch nicht bereit fühlten. Vergangenes Jahr scheiterten sie im Play-off-Halbfinale, dieses Mal als haushoher Favorit bereits im Viertelfinale gegen Ulm. „Jetzt können wir aufsteigen – wer weiß, wann für uns solch eine Chance wiederkommt? Allerdings haben wir kein Interesse an einem Himmelfahrtskommando. Unser Ziel ist es zu versuchen, diese Aufgabe mit neuen Möglichkeiten anzugehen“, sagt Uhden. Erste Gespräche mit der Stadt habe es bereits gegeben. „Die Begeisterung in Düsseldorf ist auf jeden Fall sehr groß. Daher wollen wir den Schritt wagen“, kündigt Uhden an.

ART Giants: Coplin 26, Gebhardt 15, Aunitz 10, Boner 10, Mikutis 9, Lollis 8, Mpacko 8, Uzoma, Engelhardt, Pobric, Pook.