Basketball : ART Giants auf einem Abstiegsplatz

Die Basketballer enttäuschen bei der deutlichen 57:74-Niederlage gegen den Tabellennachbarn SC Rist Wedel.

Nach fünf Minuten mussten die rund 350 Zuschauer in der Sporthalle des Comenius-Gymnasiums Schlimmes befürchten. Mit 0:16 lagen die Basketballer der ART Giants da schon zurück. Und es wurde nicht besser. Schnell zeichnete sich ab, dass die Düsseldorfer Korbjäger einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten. Die 57:74 (22:44)-Pleite gegen den Tabellennachbarn SC Rist Wedel war absolut verdient. Damit rutschte der Aufsteiger erstmals in dieser Saison unter den rettenden Strich. Stand jetzt müssten sie mit den drei unter ihnen stehenden Teams die Playoffs um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga Pro B spielen.

Die Gastgeber hatten sich so viel vorgenommen, doch es lief überhaupt nichts zusammen. Erst in der sechsten Minute erlöste Faton Jetullahi seine Mannschaft mit den ersten Punkten. Den 4:21-Rückstand konnte Spielmacher Brady Rose in den letzten zwei Minuten mit sieben Zählern immerhin auf 11:21 minimieren.

Im zweiten Viertel verteidigten die Düsseldorfer etwas aggressiver, doch die Fehler im eigenen Aufbauspiel nahmen nicht ab.  Leichtfertige Ballverluste, Fehlpässe und Riesenpech im Abschluss – die Wedeler nutzten die Unkonzentriertheiten und zogen über 35:16 zur Pause auf 44:22 davon. „Wir sind ganz schwach in die Partie gestartet und haben dadurch schnell unser Selbstbewusstsein verloren. Der Korb war für uns wie vernagelt“, sagte Trainer Jonas Jönke.

In der zweiten Halbzeit kämpften sich die Rheinländer mit viel Leidenschaft weiter ins Spiel. Youngster Felipe Galvez Braatz holte die Fans mit seinem erfolgreichen Dreier zum 29:49 zurück. Vergeblich suchte das Jönke-Team sein Glück über die Würfe aus der Ferne. Im Zweipunkt-Bereich kamen die Giants auf eine Trefferquote von lediglich 39 Prozent, zudem fanden nur fünf der 20 Dreierversuche das Ziel.

Der Gegner hielt die Intensität weiter hoch und kontrollierte die Zone unter dem Düsseldorfer Korb. Zu allem Überfluss kassierte Routinier John Wilkins in der 28. Minute sein fünftes Foul, auch Dainius Zvinklys hatte zu diesem Zeitpunkt bereits vier Fouls auf dem Konto. Gegen die Defensive der Wedeler fanden die Gastgeber weiter kein Mittel, die Ballverluste wurden nicht weniger. Am Ende waren es 22 – genauso viele wie der Gegner, der an diesem Abend mit einer „normalen“ Leistung sicher zu schlagen gewesen wäre.

In den letzten zwei Minuten betrieb Rose mit sieben Punkten nur ein wenig Ergebniskosmetik. „Das war jetzt das erste Spiel, in dem wir wirklich keine Chance auf einen Sieg hatten. Einfach, weil wir keinen Zugriff auf die Partie hatten und zu nachlässig unter den Körben agiert haben“, so Jönke.

ART: Rose 21 Punkte, Zvinklys 11, Galvez Braatz 6, Jetullahi 6, Kehr 5, Möller 3, Wilkins 3, Schild 2, Lollis, Jeuschede, Giddens (n.e.), Helmhold (n.e.).