Handball : Angermund verpasst Überraschung

Die Handballer des TVA unterliegen gegen Wuppertal nach 7:1-Führung mit 20:29.

(hinz) Auch im Angerland setzte der Handball-Oberligist LTV Wuppertal seinen Höhenflug fort und fuhr gegen den TV Angermund einen klaren 29:20-Sieg ein. Dabei hatte es zunächst nach einem Kantersieg der Gastgeber ausgesehen. Diese führten nach 16 Minuten mit 7:1, da Torhüter Matthias Jakubiak eine überragende Leistung bot und reihenweise schwere Bälle abwehrte. Als die Wuppertaler dann jedoch den siebten Feldspieler brachten, kippte die Partie. Mit sechs Treffern in Folge glich der LTV zum 7:7 aus und ging mit einer 13:10-Führung in die Halbzeit.

Die Angermunder mussten sich fortan gegen die massive Wuppertaler Deckung ihre Tore schwer erarbeiten und bekamen zunehmend Probleme im Angriff. Die Folge waren technische Fehler und schlechte Abschlüsse in der Offensive, die der LTV konsequent zu schnellen Gegenstößen nutzte. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit (16:20) bewahrte sich der TVA dennoch die Chance, der Partie noch einmal eine Wende zu geben, da Jakubiak im Angermunder Tor weiterhin glänzte und insgesamt drei Siebenmeter abwehrte.

Für TVA-Trainer Eric Busch fiel der Wuppertaler Sieg am Ende mit drei bis vier Toren zu hoch aus, war aber auch für ihn verdient: „Angesichts von fünf verletzten Rückraum-Spielern haben uns heute im Angriff die Mittel gegen eine physisch starke Wuppertaler Deckung gefehlt.“

Mit einem Punkt (26:26) musste sich der TV Angermund II in der Landesliga gegen den Vorletzten DJK Altendorf begnügen. Auch der TVA II war mit 5:1 gut in die Partie gekommen. „Anschließend haben wir jedoch aufgehört Handball zu spielen, haben in der Deckung nicht mehr dagegengehalten und sind vorne nicht mehr in die Zweikämpfe gegangen“, sagte Spielertrainer Peter Mentzen. Dennoch hatten die Gastgeber bis zur Pause weiterhin mit 13:12 knapp die Nase vorn. Erst in der 56. Minute gelang Altendorf per Siebenmeter die erste Führung zum 24:23. Fortan blieb es bis zum Ende eng. „Ich kann lediglich damit zufrieden sein, dass wir trotz einer bescheidenen Leistung noch einen Punkt bekommen haben“, so Mentzen.

In einer guten Landesliga-Begegnung auf Augenhöhe setzte sich die HSG Gerresheim 27:26 gegen Grün-Weiß Werden durch. Zuvor hatten knappe wechselnde Führungen (Halbzeit: 12:13) die Partie bis zum Ende spannend gemacht. „Das war ein wichtiger Sieg für uns. Ab Mitte der zweiten Halbzeit waren wir sicherlich die bessere Mannschaft. In den letzten Sekunden hatten wir zudem das nötigen Quentchen Glück, was uns zuvor in einigen Partien gefehlt hat“, freute sich HSG-Trainer Bernd Kretzer über den Erfolg.