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Lokalsport: Angermund nimmt Herausforderung an

Lokalsport : Angermund nimmt Herausforderung an

TVA will in der Handball-Oberliga den zweiten Platz bestätigen. HSG II kämpft in der Regionalliga gegen den Abstieg.

Nach massiven finanziellen Engpässen und diversen Spielerabgängen ging es für den ART in der Regionalliga Nordrhein in der vergangenen Saison nur dank der personellen Unterstützung durch den Neusser HV weiter. Trotz dieser Turbulenzen holte Trainer Mark Dragunski noch einen mehr als respektablen neunten Platz in der Endabrechnung. Mittlerweile haben sich die Neusser und der ART zur HSG Neuss/Düsseldorf zusammengeschlossen und können durch die Bündelung der Kräfte in den Rhein Vikings einen Handball-Zweitligisten als Flaggschiff präsentieren, als dessen starker Unterbau wiederum die Schützlinge von Dragunski als HSG II in die neue Saison gehen.

Diese wird es aus Sicht von Dragunski in sich haben und die Vorjahres-Platzierung zunächst einmal kein Thema sein: "Das wird ein schwieriges Jahr für uns, da die Liga stärker und ausgeglichener geworden ist. Zunächst einmal kämpfen wir gegen den Abstieg. Wenn dann in der Endabrechnung ein einstelliger Tabellenplatz herauskommen sollte, wäre dies mehr als super."

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In der Tat schickt er mit sechs Spielern, die noch in der A-Jugend auflaufen könnten, und sieben Akteuren unter 23 Jahren eine ausgesprochen junge Mannschaft in die Saison. Umso wichtiger ist es, dass in Marco Bauer, Viktor Fütterer und Jan Kerssenfischer drei erfahrene Führungsspieler zum Team gehören. Dass der Mix aus großen Talenten und Routiniers stimmt, ließ sich bereits am vergangenen Wochenende zum Saisonauftakt gegen die SG Ratingen ablesen. Gegen den Drittliga-Absteiger und heißen Meisterschafts-Anwärter hielt man lange Zeit mit und kassierte am Ende nur eine moderate 23:28-Niederlage.

Nach einem beeindruckenden zweiten Platz als Oberliga-Aufsteiger sind die Erwartungen an den TV Angermund für die kommende Spielzeit natürlich hoch. Trainer Ulrich Richter will jedoch von Aufstiegsträumen nichts wissen: "Das wird dieses Mal eine große Herausforderung. Wir müssen feststellen, dass eine Reihe von Klubs personell erheblich aufgerüstet haben und sich mit viel individueller Klasse aus höheren Ligen verstärkt haben."

Zudem werden wahrscheinlich drei Mannschaften absteigen müssen. Deshalb ist der möglichst sichere Klassenerhalt das Ziel. "Schön wäre es aber, wenn wir mit einem soliden, gesicherten einstelligen Tabellenplatz die Saison abschließen", sagt Ulrich Richter, der Regionalliga-Absteiger Borussia Mönchengladbach, TV Oppum, HG Remscheid, Unitas Haan und Rheinwacht Dinslaken ganz oben einsortiert. "Realistisch gesehen, werden wir dahinter irgendwo im Mittelfeld stehen, dürfen aber nur von Spiel zu Spiel denken und müssen uns auf jeden Gegner intensiv vorbereiten", sagt Richter und ist froh, dass die Mannschaft im Kern zusammengeblieben ist. Neu dabei sind Kreisläufer Timo Kohl, die Rückraumspieler Jan Schiffmann und Steffen Neukirchen sowie Torhüter Joscha Peltz.

Auch deshalb geht Trainer Ulrich Richter mit dem TV Angermund optimistisch in die zweite Saison nach dem Aufstieg: "Ich bin guter Dinge, dass wir eine ordentliche Spielzeit abliefern werden."

(RP)