1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Lokalsport

Sparkassen-Preis auf der Düsseldorfer Galopprennbahn: Andolini läuft allen davon

Sparkassen-Preis auf der Düsseldorfer Galopprennbahn : Andolini läuft allen davon

Der dreijährige Hengst gewann am Sonntag das Hauptrennen beim Großen Sparkassen-Preis auf der Düsseldorfer Galopprennbahn. Erfolgreichster Jockey war der Kölner Andrasch Starke mit vier Tagessiegen.

Es gehört schon viel Enthusiasmus und ein Schuss Besessenheit dazu, sich an seinem 49. Geburtstag bei subtropischen Temperaturen in den Wagen zu setzen und mit dem Auto von Merseburg, einem Ort bei Halle an der Saale, nach Düsseldorf zu fahren. Thomas Gehrig hat es getan - und es mit großer Sicherheit nicht bereut. Denn sein drei Jahre alter Hengst Andolini gewann gestern auf der Galopprennbahn in Düsseldorf den mit 55 000 dotierten Großen Sparkassen-Preis mit Eduardo Pedroza im Sattel.

Zur Überraschung vieler, denn eigentlich ist Andolini ein Spezialist für eher weichere Böden. Doch am Sonntag war ein solcher Untergrund bei rund 35 Grad Celsius im Schatten und strahlendem Sonnenschein nun wirklich nicht anzutreffen.

"Das ganze Jahr über sagt mir der Trainer, er kommt besonders auf durchlässigem Geläuf gut klar, da waren wir heute schon etwas skeptisch", meinte Gehrig, der seine Familie bei dem Sonntagsausflug daheim gelassen hatte. "Die habe ich in den Jahren als Rennstallbesitzer schon verschlissen", scherzte der Druckereibesitzer. "Fahren Sie mal von Merseburg zum Beispiel nach Baden-Baden, dann wird das Pferd Letzter, und dann müssen Sie abends noch zurück und das der Familie erklären."

Da war die Begründung für den Sonntagsausflug schon plausibler. "Das ist ein Pferd, das noch ein paar bessere Rennen gewinnt", war sich Jockey Eduardo Pedroza sicher. Trainer Andreas Wöhler, der Andolini in Gütersloh betreut, bekam die frohe Kunde von dem grandiosen Erfolg erst durch das Telefon übermittelt. Er war am Wochenende in den Vereinigten Staaten, wo einige Pferde von ihm an den Start gingen.

Jockey Eduardo Pedroza, mit drei Tagessiegen ohnehin höchst erfolgreich, war voll des Lobes für sein Pferd Andolini: "Ich bin sicher, dass er noch ein paar Rennen dieser Art gewinnen wird." Platz zwei ging übrigens an den Schweizer Gast Raheb, der mit dem Sieg im Österreichischen Derby im Gepäck an den Start gekommen war. "So ganz ist er mit der Bahn nicht klar gekommen, aber er hat sich ausgezeichnet verkauft, ein Pferd mit Zukunft", meinte Jockey Frédéric Spanu, der den großen Favoriten Salon Soldier auf den letzten Metern noch abfassen konnte.

"Mann des Tages" war ausgerechnet Andrasch Starke, der im Hauptereignis auf Salon Soldier zwar nur Dritter wurde, dafür aber gleich vier Rennen im Rahmenprogramm gewann. Mit 55 Erfolgen ist der Kölner Reiter derzeit der Führende der Bestenliste in Deutschland.

(ila)