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American Football: Rhein Fire unterliegt Barcelona Dragons im Spitzenspiel der ELF

13:17 in Duisburg : Rhein Fire unterliegt im Spitzenspiel der ELF

In einem packenden Duell muss sich das Footballteam Düsseldorf Rhein Fire den Barcelona Dragons knapp geschlagen geben. Es ist die erste Saisonniederlage der Gastgeber. Die rund 7600 Zuschauer in der Duisburger Arena sehen ein Spiel, das vor allem von zwei starken Defensivreihen geprägt ist.

Alteingesessene Fans des American Footballs fühlten sich am Sonntag in alte Zeiten zurückversetzt. Erstmals seit 19 Jahren traf Düsseldorf Rhein Fire wieder auf die Barcelona Dragons. Zwischen 1994 und 2003 hatten sich beide Mannschaften regelmäßig in der NFL Europe, dem Übersee-Ableger der großen US-Profiliga NFL, gegenübergestanden und packende Duelle geliefert. Im Juni 1997 feierten die Barcelona Dragons in Finale gegen Rhein Fire ihren einzigen World-Bowl-Titel. In der  European League of Football (ELF) kam es nun zum großen Wiedersehen.

„Da die alten NFL Europe Teams jetzt 15 Jahre Geschichte sind, ist es jetzt nicht so, dass sich da bekannte Gesichter wiedersehen, aber es ist natürlich schön, mal wieder gegen so einen Gegner zu spielen und die alten Farben wiederzusehen“, sagte Rhein-Fire-CEO Martin Wagner nach dem Spiel.

Wie schon in der Vergangenheit lieferten sich die beiden Teams ein enges Duell mit dem besseren Ende für das Team aus Barcelona. Die „Dragons“ gewannen das Spitzenspiel der bis dato ungeschlagenen Mannschaften mit 17:13 und setzen sich an der Tabelle der Southern Division fest.

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Die rund 7600 Zuschauer in der Duisburger Arena sahen zunächst ein Spiel, das vor allem von zwei starken Defensivreihen geprägt war. Erst 25 Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels erzielten die Gäste die ersten Punkte des Spiels. Barcelonas Runningback Adrián Jiménez nahm einen geblockten Punt der Rhein Fire auf und lief mit dem Football in die Endzone. Auch im zweiten Viertel taten sich die Düsseldorfer lange schwer.

Ein „Big-Play“ der Defensive brachte das Team von Trainer Jim Tomsula schließlich ins Spiel. Jannik Seibel fing einen Pass von Barcelonas Quarterback Zach Edwards in der Endzone ab und verhinderte einen weiteren Touchdown. Quarterback Matt Adam führte sein Team schließlich über das gesamte Feld und sorgte am Ende per 1-Yard-Lauf in die Endzone selbst für den 7:7-Pausenstand.

Nach der Halbzeit verpassten die Düsseldorfer es, in Führung zu gehen. Kicker Daniel Schumacher, der einen gebrauchten Tag erwischte, verpasste die große Chance und schoss ein Field Goal aus 19 Yards rechts vorbei. Ansonsten dominierten auf beiden Seiten weiter die Defensiven und so endete das dritte Viertel ohne Punkte. Eine Schrecksekunde gab es, als Barcelonas Spieler Torrededia nach einem harten Hit liegen blieb und mehrere Minuten behandelt werden musste. Schließlich konnte der Wide Receiver den Platz aber unter dem aufmunternden Applaus der Fans auf den eigenen Füßen verlassen.

Mit dem ersten Spielzug des Schlussviertels gingen die Gäste dann wieder in Führung. Jiménez fing einen Pass von Edwards in der Endzone und feierte seinen zweiten Touchdown des Tages. Fünf Minuten vor Schluss legten die „Dragons“ noch ein Field Goal nach und bauten den Vorsprung auf zehn Punkte aus. Nun war Matt Adam wieder gefordert. Er bediente Nathaniel Robitaille in der Endzone und verkürzte noch einmal. Die Düsseldorfer bekamen den Ball noch einmal zurück. Adam ging voll ins Risiko, doch Wide Receiver Harlan Kwofie verpasste seinen langen Pass knapp. Kurz darauf wurde ein weiterer Pass des Quarterbacks von einem Passverteidiger der Gäste abgefangen. Damit war das Spiel beendet und die erste Niederlage endgültig besiegelt.

„Unsere Defensive hat super gespielt. Sie hat drei Viertel eine der besten Offensiven der Liga in Schach gehalten und ist von der Offensive im Stich gelassen worden. Unsere Offensive war heute eine mittelschwere Katastrophe. Das kann man nicht schönreden. Das war von der Spielzugauswahl total einseitig und langweilig“, analysierte Wagner.

Durch die Niederlage rutschen die Düsseldorfer in der Southern Conference auf den zweiten Tabellenplatz ab. Die anwesenden Fans feierten ihre Mannschaft nach dem Ende trotzdem und verabschiedeten sie mit viel Applaus.