Lokalsport: Abseits des Platzes läuft es beim VfL

Lokalsport: Abseits des Platzes läuft es beim VfL

Nur das sportliche Abschneiden ist derzeit das Sorgenkind der Benrather.

In Benrath ist es ruhig geworden. So ruhig, dass man die Vögel um das Stadion an der Karl-Hohmann-Straße mit einer selten zuvor dagewesenen Leichtigkeit zwitschern hört. Sie singen zwar nicht das Hohelied des sportlichen Erfolges, denn in dieser Hinsicht sieht es zurzeit bekanntermaßen weniger rosig aus beim Fußball-Landesligisten VfL.

Doch ihre Laute sind einwandfrei vernehmbar, weil es momentan geordnet zugeht im Verein. Außerhalb des RAsenvierecks stimmt die Entwicklung, seitdem Felix Koch im Oktober vergangenen Jahres zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde und mit seinem Stellvertreter Sebastian Linden das Kommando auf der Brücke des VfL-Dampfers übernahm.

Einen großen Anteil an diesem Aufschwung hat auch Frank Stoffels. Der Trainer des Landesliga-Teams feilte an der Neuausrichtung der Benrather entscheidend mit und pachtete das zuvor brachgelegene Klubheim, um wieder ein florierendes Vereinsleben zu ermöglichen. Doch das ist keineswegs alles: Jüngst hat 52-Jährige auch noch seinen Vertrag als Coach um zwei Jahre verlängert.

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Nachhaltig möchte Stoffels arbeiten, etwas aufbauen. Und möglicherweise wäre ein Abstieg in die Bezirksliga sogar die optimale Möglichkeit, um endgültig neu anzufangen. So paradox das klingen mag. Auch wenn der Trainer diesbezüglich ein wenig skeptisch ist. "Ich glaube, dass wir, sofern wir die Liga halten, in der nächsten Saison einen Schritt nach vorne machen würden", erklärt Stoffels. Auch Geldgeber fehlen bisher an vielen Ecken. "In unserer nächsten Vorstandssitzung präsentieren wir neue Beisitzer, die den VfL in Sachen Werbung und Marketing künftig unterstützen", berichtet Stoffels.

Fußball wird übrigens auch noch gespielt. Am Sonntag (15 Uhr) reisen die Schlossstädter zur SpVg Odenkirchen. "Das wird schwer, wir treffen auf eine spielstarke Mannschaft", betont der Trainer. Und vielleicht singen die Vögel an der Karl-Hohmann-Straße ja bald doch irgendwann das Hohelied des sportlichen Erfolges.

(RP)