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Lokalsport: 4:2 im Derby - Johns Plan geht für SC West auf

Lokalsport : 4:2 im Derby - Johns Plan geht für SC West auf

Der Trainer des SCW wartet im Oberliga-Duell mit Turu gleich mit drei Überraschungen auf.

Wie ein listiger Fuchs griff Marcus John, Trainer des Fußball-Oberligisten SC West, in die Trickkiste und wartete vor dem Derby gegen die Turu mit drei Überraschungen auf. Erstens feierte Jeff Gyasi, mit dessen Einsatz John aufgrund einer Muskelverletzung eigentlich noch warten wollte, sein Debüt in der Innenverteidigung. Zweitens stellte der Coach auf ein 4-2-3-1-System um und ließ Rico Weiler im defensiven Mittelfeld agieren.

Johns letzter Schachzug fand sich auf der Kaderliste wieder. In Maciej Ziba hat der SCW kurzerhand einen Regional- (173 Spiele) sowie Drittliga-erfahrener (54 Spiele) Außenstürmer aus Rehden verpflichtet, den der Gegner wohl kaum auf der Rechnung hatte. "Damit wollten wir die Turu natürlich überraschen, allerdings wussten wir nicht, ob wir Maciej rechtzeitig spielberechtigt bekommen." Die Strategie ging jedoch voll auf und der SCW gewann das Derby deutlich mit 4:2.

Dabei erwischte der SCW einen Start nach Maß. Bereits nach zwei Minuten drehte sich ein abgefälschter Schuss von Dennis Ordelheide neben den rechten Pfosten ins Netz. Anschließend bewahrte Turu-Keeper Björn Nowicki seine Farben vor einem höheren Rückstand. Nach dieser Anfangsphase erarbeitete sich die Turu die klar höheren Spielanteile - blieb aber oft an der Mauer mit Namen Gyasi hängen. Lediglich beim Kopfball von Vensan Klicic lag einmal der Ausgleich in der Luft. Weitaus effektiver blieben dagegen die Hausherren und schossen sich den Frust vom 0:5 gegen Baumberg von der Seele. Neben Ordelheide (2:0) war der eingewechselte Zieba unmittelbar am 3:0 von Tim Kosmala beteiligt.

So mancher Turu-Fan mochte nach dem Anschlusstreffer von Fabio Fahrian noch einmal auf ein spätes Wunder gehofft haben, aber diese Hoffnung wurde wenig später von Weiler im Keim erstickt. Mit einem fast ansatzlosen, dafür äußerst kompromisslosen Freistoß, setzte der diesmalige Mittelfeldstratege den Ball zum 4:1 in die Maschen, ehe Turus Admir Terzic mit dem erneuten Anschlusstreffer den Schlusspunkt setzte. Damit geht der SCW zum vierten Mal in Folge als Derbysieger hervor und zieht nach dem hervorragenden Start der Turu punktemäßig mit dem Lokalrivalen gleich.

(RP)