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Fußball: 4:0 - VfL Benrath zu schnell für DSC 99

Fußball : 4:0 - VfL Benrath zu schnell für DSC 99

Anscheinend hat sich der Fußball-Landesligist VfL Benrath den Denkzettel aus der Partie gegen den SV Velbert zu Herzen genommen. Immerhin ließ das Team um Trainer Olaf Faßbender der 1:5-Schmach aus der Vorwoche eine Trotzreaktion folgen. Dabei besiegten die Schlossstädter ausgerechnet den Lokalrivalen DSC 99 mit 4:0.

Allerdings benötigte der Prozess vom Armutszeugnis zurück zu den Bestnoten eine gewisse Anlaufzeit. Denn mit ihren schnellen Passkombinationen zeigten die "99er" zunächst, wieso sie auf dem zweiten Tabellenplatz rangierten. Nachdem die ersten zehn Minuten aber überstanden waren und DSC-Goalgetter Florian Drews zwei Hochkaräter hatte liegen lassen, wendete sich das Blatt zu Gunsten der Benrather. Auch wenn das 1:0 eher einer Slapstick-Einlage der DSC-Defensive vorausging, zweifelte am Ende keiner am verdienten Sieg des VfL.

Trotzdem hätte die Begegnung einen anderen Verlauf nehmen können, wenn Robin Reuters Einwurf nicht zum Verwirrspiel zwischen DSC-Verteidiger Alexander Bockisch und Keeper Holger Dohmen geführt hätte. So war es Yasin Sahin, der als glücklicher Dritter nur noch den Kopf hinhalten musste. Noch entscheidender war für Benrath aber die 45. Minute. Zu jenem Zeitpunkt bewies Philipp Younes, Bruder vom Gladbacher Profi-Fußballer Amin Younes, dass das Talent in der Familie gut verteilt ist. Mit einem starken Dribbling durchquerte der Linksverteidiger die VfL-Abwehr. Beim letzten Haken ging Swan Oehme mit seinem Körper dazwischen und brachte den Edeltechniker zu Fall. Der daraus resultierende Elfmeter erwies sich jedoch als Fehlentscheidung. Entsprechend ließ Torhüter Marcel Aust, der den Strafstoß glänzend parierte, ausgleichende Gerechtigkeit walten.

Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer dann eine einseitige Partie, bei der vor allem Benraths Flügelzange mit Fred Adomako und Sahin zu überzeugen wusste. Während Adomako zunächst Sahin mit viel Übersicht bediente, bedankte sich Sahin beim 4:0 mit einem starken Assist. Das zwischenzeitliche 3:0 entsprang einem tückischen Aufsetzer Frank Steinhoffs, bei dem Tim Stemmer abstaubte.

"Das Spiel verlief für uns sehr unglücklich. Machen wir den Elfer rein, stünde es 1:1. Allerdings war Benrath heute immer einen Schritt schneller als wir", gestand Younes als wohl bester DSC-Akteur.

(RP)