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2. Handball-Bundesliga: HC Rhein Vikings Düsseldorf

2. Handball-Bundesliga : Vikings trotzen Coburg einen Punkt ab

Der Favorit aus Oberfranken beißt sich am Handball-Zweitligisten beim 25:25 die Zähne aus. Vor allem Ivan Milas überzeugt bei den Wikingern. Ganz bitter jedoch, dass nicht einmal 500 Fans kommen.

Knapp eine halbe Stunde vor Spielbeginn steht Ceven Klatt auf dem Hallenboden im Castello und beobachtet die Aufwärmübungen seiner Spieler. „Es gibt ja kaum einfache Spiele in der Liga. Aber gegen Coburg wird es schon eine besondere Herausforderung“, sagt er mit viel Respekt in der Stimme. Der Trainer des Handball-Zweitligisten HC Rhein Vikings sollte Recht behalten. Doch die Düsseldorfer verdienten sich im ersten Heimspiel der Saison gegen den Aufstiegsaspiranten HSC 2000 Coburg mit einer kämpferischen und spielerisch starken Leistung ein 25:25-Unentschieden (12:13). Bitter: Weniger als 500 Zuschauer fanden den Weg nach Reisholz – das Spiel hätte mehr verdient gehabt.

Klatt forderte von seiner Mannschaft nach der knappen 34:35-Niederlage im Auftaktspiel in Wilhelmshaven vor allem zwei Dinge: Eine verbesserte Defensivarbeit und Coburg nicht früh davonziehen zu lassen. Beides gelang. Die Abwehr leistete in der ersten Halbzeit bis auf ganz wenige Konzentrationsschwächen sehr solide Arbeit. Im Mittelblock war gegen Ivan Milas und Miladin Kozlina kaum ein Durchkommen. Und dahinter entschärfte Vladimir Bozic, der im Tor begann, den einen oder anderen Ball mit Bravour. Gegen Florian Billek hatte der Kroate allerdings häufiger das Nachsehen. Der Coburger Rechtsaußen traf alleine im ersten Durchgang sechsmal und zeichnete somit für knapp die Hälfte der Treffer seines Teams verantwortlich.

Dass Coburg nur mit einem Tor Vorsprung in die Halbzeit ging, war auf der anderen Seite vor allem Vikings-Rückraumspieler Milas zu verdanken. Neben seiner kernigen Abwehrleistung überzeugte er auch durch reichlich Torgefahr von der Königsposition aus. Fünf der zwölf Treffer in Halbzeit eins gingen auf sein Konto.

Insgesamt war die hauchdünne 13:12-Führung der Oberfranken das gerechte Ergebnis nach einer sehr intensiv geführten Hälfte, in der die Schiedsrichter bisweilen eine sehr kleinliche Linie an den Tag legten. Dem Favoriten aus Coburg gelang es zu keinem Zeitpunkt, in einen echten Rhythmus zu kommen.

Auch nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Hausherren sehr stabil. In der Offensive glänzten Milas und Teo Coric mit Toren und Zuspielen, in der Defensive blieb das Team hellwach, und Bozic im Kasten lief richtig heiß. Nach 40 Minuten gingen die Vikings dann auch folgerichtig mit 16:15 in Front. Auch einen zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand holten die Gastgeber mit viel Herzblut wieder auf. Im hektischen und gnadenlos spannenden Schlussspurt schaffte es schließlich kein Team, den Sieg für sich zu erzwingen.