Lokalsport: 1800 Kilometer für ein Hockey-Wochenende

Lokalsport : 1800 Kilometer für ein Hockey-Wochenende

Der Bundesliga-Spielplan spielt verrückt: Die Damen des DHC treten morgen in München und Sonntag in Hamburg an.

Die Damen des DHC haben in der Hockey-Bundesliga eine Ausgangsposition, von der das Herrenteam des Klubs nur träumen kann. Die Mannschaft der Trainer Nicolai Sussenburger und Karol Podzorski rangiert auf Rang vier, einem Endrundenplatz, und hat acht Punkte Vorsprung auf ihren nächsten Verfolger. Die beiden anstehenden Auswärtsbegegnungen bieten den Oberkasselerinnen allerdings hochgradigen Reisestress, denn morgen ist um 16.15 Uhr Anpfiff beim Münchner SC, und am Sonntag geht es um 11.30 Uhr beim Großflottbeker THGC in Hamburg weiter.

Bei der Heimkehr am Sonntagabend werden die Damen nur für die beiden Spiele rund 1800 km zurückgelegt haben - ein Spielplan, den man getrost als verrückt bezeichnen darf. In der Hinrunde in Düsseldorf ging der DHC jeweils als Sieger vom Platz, gegen den MSC mit 2:1 und gegen die Hanseatinnen mit 2:0. Der DHC ist auch diesmal in beiden Begegnungen der Favorit.

Ausfälle hat das Trainergespann nicht zu beklagen, doch Sussenburger ist von der Wochenendkonstellation verständlicherweise nicht begeistert. "Es ist ein Chaos-Wochenende, was die Reisen nach München und Hamburg betrifft", sagt der DHC-Cheftrainer. "Aber zumindest können wir personell aus dem Vollen schöpfen und wollen selbstredend unseren Vorsprung von acht Punkten mindestens verteidigen, wenn nicht sogar am Sonntagabend weiter ausgebaut haben."

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Für die Herren des DHC kann dieses Wochenende in der 1. Bundesliga richtungweisend sein. Nachdem die Mannschaft durch den 6:2-Heimerfolg über Berlin den Abstiegsplatz verlassen hat, soll der kleine Vorsprung bei den Partien in München und Nürnberg nicht nur verteidigt werden, sondern das Trainergespann Mirko Stenzel/Dietmar Alf peilt ein weiteres Vorrücken in Richtung gesichertes Mittelfeld an. Morgen um 14 Uhr startet in München gegen den MSC das vermeintlich leichtere Spiel. Der MSC hat als Tabellenletzter erst fünf Punkte geholt und liegt acht Zähler hinter den Oberkasselern. Am Sonntag ist um 13 Uhr Anpfiff beim Nürnberger HTC. Die Franken liegen mit zwei Punkten weniger direkt hinter dem DHC auf Platz elf.

Auf den langzeitverletzten österreichischen Nationalspieler Julius Heimanns müssen die Trainer weiter verzichten. Stenzel zeigt sich dennoch optimistisch: "Die Spiele gegen zwei direkte Konkurrenten haben eine enorme Bedeutung im Abstiegskampf. München hat gegen uns die allerletzte Chance, und in Nürnberg tun sich viele Mannschaften schwer. Allerdings haben wir uns in diesem Jahr bisher sehr gut präsentiert. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass wir jetzt, wenn es darauf ankommt, diese Leistungen auch bestätigen werden."

(RP)
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