Zufahrt zur A 52 gesperrt: Sperrung im Heerdter Dreieck

Zufahrt zur A 52 gesperrt : Sperrung im Heerdter Dreieck

Im Heerdter Dreieck starten die Bauarbeiten. Seit Freitagabend laufen die Vorbereitungen, um den seit Jahrzehnten ungenutzten Fahrbahnstrang, der früher aus Richtung Seestern in den Rheinalleetunnel führte, abzureißen. Der Platz wird gebraucht, um das Vodafone-Parkhaus zu bauen.

Im Heerdter Dreieck rückt Samstag schweres Gerät dickem Beton an die Substanz: Eine seit Jahrzehnten nicht mehr benutzte Rampe, über die früher eine Verbindungsstraße aus Richtung Theodor-Heuss-Brücke/Seestern Richtung Rheinalleetunnel führte, wird abgerissen. Die Fahrbahn schwingt sich im langen Bogen über andere Verbindungen dieses Kntoenpunktes. Da sie nun abgerissen wird, muss in dieser Zeit die überquerte Fahrbahn gesperrt werden.

Allerdings ist das ausgerechnet eine der wichtigsten Verbindungen aus der Düsseldorfer Innenstadt via Kniebrücke und Rheinalleetunnel Richtung Kaarster Kreuz/Mönchengladbach/Krefeld. Wer die Stadt verlassen will, um in die linksrheinischen Nachbarstädte zu gelangen, der tut das oft auf dieser Route. Er nutzt die Kniebrücke, fährt durch den Tunnel und fädelt sich danach auf die aus Richtung Theodor-Heuss-Brücke kommende A 52/B 7 Richtung Kaarster Kreuz ein. Diese Verbindungsspange ist heute, morgen und in der Nacht zu Montag bis 5 Uhr morgens gesperrt.

Staus sind programmiert

Man hat die Sperrung bewusst auf das Wochenende gelegt, weil es über die Woche — selbst in Ferienzeiten — zu einem Verkehrs-Chaos käme, würde diese wichtige Pendler-Strecke nicht zur Verfügung stehen. Schon seit knapp zwei Wochen weisen Verkehrs-Leuchtschilder an der Seite der Zufahrtstraßen zur Kniebrücke auf die Sperrung hin, so dass die Fahrer sich vorbereiten konnten. Auf der Strecke werden Umleitungsschilder den Verkehr um die Sperrung herum führen.

Allerdings sind auf Teilen dieser Umleitung Staus programmiert. Wer zum Beispiel am Ende der Kniebrücke rechts abfährt und versucht, über Kaiser-Wilhelm-Ring, Kaiser-Friedrich-Ring, Seestern wieder auf die A 52 zu kommen, wird dort mit erheblichen Rückstaus rechnen müssen, weil diese Straßen für ein hohes Verkehrsaufkommen nicht geeignet sind. Nun sollen sie als Umleitung dienen.

Auch die Möglichkeit, am Ende des Tunnels nach rechts Richtung Seestern/Theodor-Heuss-Brücke zu fahren (diese Verbindung bleibt offen!) und auf der Kreuzung Seestern eine Kehrtwende Richtung Kaarster Kreuz zu machen, dürfte dort für erhebliche Probleme sorgen. Am besten, so raten die Verkehrsplaner der Stadt, ist es, die Kniebrücke weiträumig zu umfahren. So kommt man zum Beispiel über die Theodor-Heuss-Brücke im Norden und die Kardinal-Frings-Brücke im Süden (früher: Südbrücke) problemlos auf die A 52, beziehungsweise A 57/A 52.

Es über die Luegallee und durch Oberkassel zu versuchen, ist nicht ratsam, da die Zufahrt ab der Pariser Straße auf die Autobahn ebenfalls nicht offen ist. Die Sperrung der Strecke ist nötig, weil im Dreieck die eingangs erwähnte Überführung abgerissen wird. So wird Platz geschaffen für das Vodafone-Parkhaus, das mitten im Heerdter Dreieck entsteht und 1500 Stellplätze bieten wird.

Der Bau ist Teil eines Verkehrskonzeptes, das unter dem Begriff Heerdter Dreieck läuft, aber im Prinzip große Teile verschiedener linksrheinischer Stadtteile betrifft. Da in den nächsten Jahren neue Wohn- und Bürogebäude entstehen (Vodafone-Campus, Belsenpark) und mit mehr Verkehr zu rechnen ist, wird man Straßen ausbauen und neue Zugänge schaffen, in der zweiten Bauphase wird es außerdem eine neue Autobahn-Zufahrt geben: In Höhe des Heerdter Lohweges wird eine neue Verbindung zur A 52 entstehen.

(RP)
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