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SPD will Solidaritäts-Karte für Kultureinrichtungen

Kulturausschuss in Düsseldorf : SPD will Solidaritäts-Karte für Kultureinrichtungen

Der Kulturausschuss verabschiedete Hilfszahlungen für die Kultur in der Coronakrise. Auch Bürger sollen spenden können. Die SPD machte dafür einen Vorschlag – der nicht bei allen gut ankam.

Die Corona-Krise hat auch Kulturschaffende schwer getroffen. Die SPD schlägt vor, den Bürgern eine Möglichkeit für Spenden zu bieten – durch eine „Solidaritäts-Art-Card“, die sich nach Vorbild der Rabattkarte Art Card kaufen lassen könnte. Das gespendete Geld könnte notleidenden Institutionen oder Akteuren zugutekommen. „Es gibt in der Bürgerschaft eine hohe Bereitschaft, mit privatem Geld zu helfen“, so Ratsherr Philipp Tacer.

Der Kulturausschuss stimmte dem Projekt mehrheitlich zu. Die CDU-Opposition war allerdings wenig angetan. Sie fand das Konzept – um dessen Ausarbeitung sich die Stadtverwaltung kümmern soll – zu vage, außerdem fürchtete Ratsherr Marcus Münter eine Kannibalisierung mit der regulären Art Card. Sein Fazit: „Gut gemeint, aber gut gemacht ist was anderes.“

Im Kulturausschuss waren die Folgen der Corona-Krise an vielen Stellen Thema. Die Grünen brachten erfolgreich den Antrag ein, dass die Stadt durch einen Ankaufsetat Künstler und Galerien stützt. Freie Kultureinrichtungen wie Tanzhaus oder Zakk erhalten insgesamt rund 600.000 Euro aus einem Hilfsfonds, der Aquazoo 53.000 Euro pro Monat für die Kosten der Hygienemaßnahmen. Das Schauspielhaus hat durch Corona am Ende der Spielzeit ein Loch in Höhe von 110.000 Euro, das Stadt und Land je zur Hälfte begleichen. Auch die Verhandlungen mit Duisburg über eine Fortsetzung der Opernehe wurden wegen Corona unterbrochen – nun will man sich ein Jahr länger Zeit für Gespräche geben.