Fußball-WM: SPD will Public Viewing

Fußball-WM: SPD will Public Viewing

Die SPD macht sich dafür stark, dass Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft im Juni und Juli auf einem öffentlichen Platz in Düsseldorf live gezeigt werden. Der solle möglichst in der Innenstadt liegen, und das Zuschauen dürfe nichts kosten. Mit dieser Forderung gehen die Sozialdemokraten in die Ratssitzung am 25. März.

Spannend dürfte dabei sein, wie sich die FDP verhält. Sie hatte vor einigen Wochen einen ähnlichen Vorstoß unternommen und ein Nein der Stadtverwaltung geerntet. Der Unterschied: Die Liberalen hatten sich bereits bei der Wahl des Ortes festgelegt, als sie den Gustaf-Gründgens-Platz favorisiert hatten. Der aber, so hieß es im Rathaus, scheide wegen der vielen Baustellen in der City aus.

Die Verantwortlichen hatten sich ohnehin frühzeitig festgelegt: Sie wollen für Public Viewing kein Geld in die Hand nehmen. Stattdessen unterstützen sie die Bestrebungen der Betreibergesellschaft der Esprit-Arena, im Stadion in Stockum WM-Spiele zu zeigen. Das würde allerdings Eintritt kosten — man steht in Verhandlungen mit zwei Event-Veranstaltern.

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Genau dieser kommerzielle Aspekt wurmt die SPD — nicht zuletzt, weil die Stadt das Public Viewing auf dem Burgplatz bei der Operngala mit 250 000 Euro bezuschusst. "Um nicht nur dem Image der Kulturmetropole, sondern auch dem der Sportstadt gerecht zu werden, sollte Düsseldorf den vielen Sportbegeisterten etwas Vergleichbares bieten", sagt SPD-Fraktionsvize Martin Volkenrath. Die Sicherheitslage hält er für kontrollierbar. Schließlich habe die Stadt Erfahrung mit Massenveranstaltungen. Volkenrath nennt die DMT-Präsentation auf der Kö mit mehreren 100.000 Besuchern als Beispiel.

Die Polizei und das städtische Ordnungsdezernat hatten schon vor der WM 2006 von Public Viewing abgeraten, weil das Sicherheitsrisiko zu groß sei.

(RP)