Düsseldorf: SPD-OB-Kandidat Thomas Geisel stellt sich bei Freien Wählern vor

Düsseldorf: SPD-OB-Kandidat Thomas Geisel stellt sich bei Freien Wählern vor

Der Kandidat der SPD für die OB-Wahl im Mai, Thomas Geisel, hat sich jetzt in einem ausführlichen Gespräch auch den Freien Wählern im Rat vorgestellt.

Geisel: "Ich rede mit allen Parteien, nur nicht mit Nazis. Die Freien Wähler sind keine Nazis. Dort gibt es frühere Linke und ehemalige CDU-Mitglieder." Vorsichtig umschrieb er das Erscheinungsbild der Gruppe mit "sehr unterschiedlich", aber er schätzt sie als "demokratische Partei" ein.

Nach dem die SPD den ehemaligen Energie-Manager zu ihrem Spitzenkandidaten gekürt hatte, schlug Geisel allen Parteien im Rat vor, sich bei ihnen vorzustellen. Wenn man ihn einlade, dann komme er gern vorbei, um seine Sicht der Dinge und sich selbst zu präsentieren, war damals seine Botschaft.

Dies wurde auch angenommen – aber bisher nur von den Grünen und den Freien Wählern. Geisel: "FDP und CDU haben sich leider bei mir noch nicht gemeldet!" Der Kandidat weiter: Bevor man über eine Person urteil oder gar schlecht über sie redet, sollte man sie zumindest kennen gelernt haben.

Das sahen die Freien Wähler offenbar auch so – und luden den Kandidaten der Sozialdemokraten zum Gespräch. Die Themen, so Geisel, seien die gewesen, die er auch im Wahlkampf als Schwerpunkte präsentiert: Stärkung der Stadtteile, die Schaffung von ausreichend bezahlbaren Wohnraum, die Förderung des Bahn- und Busverkehrs, um den Verkehr der Innenstadt zügiger zu gestalten. Er habe außerdem seine Meinung zum Flughafen und zu neuen Baugebieten dargelegt, sagte Geisel.

Berührungsängste hat er bei dieser Partei, die in Teilen am rechten Rand angesiedelt wird, nicht. Wenn es denn zu Abstimmungen käme, bei der die SPD nur mit den Stimmen der Freien Wähler eine Mehrheit erreichen könne, hätte er, Geisel, damit kein Problem, sagte er im Gespräch mit der Rheinischen Post. Das gelte auch für den Fall, dass er die Wahl zum Oberbürgermeister im Mai gewinnt.

Geisel war voriges Jahr als Nicht-Düsseldorfer zum Spitzenkandidat der SPD gewählt worden, als die Genossen keinen anderen Kandidaten aus ihren hiesigen Reihen ernennen konnten oder wollten. Der frühere Konzernmanager lebt mit seiner Familie in Pempelfort.

(ho-)