Düsseldorf: SPD gründet neues Wirtschaftsforum

Düsseldorf: SPD gründet neues Wirtschaftsforum

Die SPD war eine der wenigen Parteien in Deutschland, die keinen eigenen organisierten Wirtschaftsflügel besaßen. Vor zwei Jahren wagte der Unternehmer Harald Christ und Ex-Tui-Chef Michael Frenzel die Gründung des "Wirtschaftsforums der SPD e.V." auf Bundesebene. Diese Woche ist in Düsseldorf der erste Landesverband dieses Wirtschaftsflügels auf den Weg gebracht worden.

Harald Christ, inzwischen Vorstand der Versicherung Ergo, begrüßte im Wirtschaftsclub in den Schadow Arkaden rund 240 hochrangige Vertreter von Unternehmen aus der Landeshauptstadt und der Region. Im Wirtschaftsforum sollen erstmals Unternehmer, Führungskräfte und Mittelständler aus dem sozialdemokratischen Spektrum gebündelt werden nach dem Vorbild des CDU-Wirtschaftsrates. Genauso wie dieser ist das Wirtschaftsforum formal parteiunabhängig, trägt aber die Buchstaben "SPD" im Vereinsnamen.

Rüdiger Goll (Wirtschaftsclub, v.l.), Knut Giesler (IG Metall), Arbeitsministerin Andrea Nahles, Oberbürgermeister Thomas Geisel und NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin Foto: Nanna heitmann

Der NRW-Landesverband soll eine Doppelspitze erhalten. Neben Harald Christ selbst, der als treibende Kraft hinter dem Projekt Wirtschaftsforum gilt, wird Herwart Wilms dem Verband vorstehen. Er ist Geschäftsführer von Remondis, des größten deutschen Unternehmens für Recycling, Wasserwirtschaft sowie kommunale Dienstleistungen mit Sitz in Lünen.

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Zur Auftaktveranstaltung sprachen Bundesarbeitsministerin Andreas Nahles, NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, der NRW-Minister für Arbeit und Soziales, Rainer Schmelzer sowie Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel zu den Gästen. Beim anschließenden Podium, das von RP-Wirtschaftsredakteur Thorsten Breitkopf moderiert wurde, ging es um die zunehmende Digitalisierung der rheinischen Wirtschaft. Auf dem Podium diskutierten neben den beiden Landesministern und Remondis-Chef Wilms noch IHK-Präsident Andreas Schmitz, der Chef der IG Metall in Nordrhein-Westfalen, Knut Giesler, und der Vorstandsvorsitzende des Aluminiumherstellers Trimet, Martin Iffert.

(RP)