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Düsseldorf: Spaß an der Bewegung steht im Vordergrund

Düsseldorf : Spaß an der Bewegung steht im Vordergrund

Grundschulen aus dem Linksrheinischen spielen ihre Meister aus. Diesmal waren die Mädchen an der Reihe.

Es wurde Fußball gespielt, Michael Skibbe war da und dennoch wurde der ehemalige deutsche Nationaltrainer und Bundesligacoach von Bayer Leverkusen sowie aktueller griechischer Nationaltrainer nicht um Rat gefragt. "Ich bin nicht zur Spielersichtung hier. Außer meiner eigenen Tochter will niemand Tipps", sagte der Fußballlehrer augenzwinkernd: "Das ist auch gut so, denn ich bin rein privat hier."

Skibbe wohnt in Oberkassel und war mit seiner Frau beim Fußballturnier der linksrheinischen Grundschulen in der Halle des DHC am Seestern. "Das Turnier wurde von der Gemeinschaftsgrundschule Lörick vor vielen Jahren ins Leben gerufen und ist dann 2011 eingeschlafen", erklärte Sportlehrerin Dani Schur. "2017 haben wir dieses Turnier mit viel Erfolg und Emotionen wieder zum Leben erweckt." Die Mädchen haben bereits gespielt, die Jungs folgen am 18. Mai auf den Kunstrasenplätzen des DHC. Als beste weibliche Fußball-Teams im Linksrheinischen kristallisierten sich Niederkassel vor Lörick, Bodelschwingh und Heerdt heraus. Die Don-Bosco-Schule hatte kurzfristig abgesagt. Organisatorische Unterstützung erhielten Schur und ihr Kollege Martin Schwarzelmüller durch drei FSJlerinnen vom CfR Links. Die übernahmen unter anderem Schiedsrichterrollen. Wie erwartet, hatten sie nicht viel zu tun. Absichtliche Fouls gab es keine. Dafür hatten die Mädels auf dem Feld bei allem Siegeswillen zu viel Spaß, sie wollten wirklich nur spielen. Um Sieg und Niederlage ging es beim DHC eigentlich gar nicht. "Das Turnier soll bei den Grundschülern den Spaß am Sport und der Bewegung, aber besonders auch das faire Miteinander vermitteln. Die meisten Grundschüler sehen sich in einem halben Jahr auf den weiterführenden Schulen wieder", meinte Schur.

Am Ende waren alle zufrieden, denn jede Schule erhielt als Preis drei Fußbälle für den Sportunterricht. "Das ist eine wirklich schöne Veranstaltung. Man sieht, mit welcher Begeisterung die Mädchen dabei sind", meinte Skibbe. "Wir hatten in unserer Kindheit noch die Gelegenheit ohne große Sorgen, draußen zu spielen. Heute muss man so was organisieren." So wie es Schur und Schwarzelmüller im Linksrheinischen tun.

(RP)