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Sparkasse Düsseldorf: 25 Jahre Finanzberatung auf Japanisch

Japan Desk : 25 Jahre Finanzberatung auf Japanisch bei der Stadtsparkasse

Der Japan Desk der Stadtsparkasse Düsseldorf hat am Montag sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Im Jahr 1994 aus der Taufe gehoben, sollte die neue Dienstleistung japanischen Kunden die Möglichkeit geben, Finanzgeschäfte in ihrer Muttersprache abwickeln zu können.

Heute betreuen vier Muttersprachlerinnen bei der Sparkasse um die 3700 Kunden über den Japan Desk. „Das Einlagevolumen unserer japanischen Kunden beträgt über 97 Millionen Euro“, erklärt Michael Meyer, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Düsseldorf. „Und das Kreditvolumen beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro.“ Darüber hinaus würden bei dem Geldhaus ein Wertpapiervolumen japanischer Kunden von nahezu sechs Millionen Euro verwaltet.

„Unsere japanischen Mitarbeiterinnen möchten mit der umfassenden Bankberatung auch dazu beitragen, dass sich unsere japanischen Mitbürger in Düsseldorf wohlfühlen“, so Meyer weiter. „Dabei überwinden unsere Mitarbeiterinnen nicht nur die sprachliche Barrieren, sondern auch kulturelle.“ So könnten Missverständnisse schon im Ansatz vermieden werden. „Mit diesem auf Japaner zugeschnittenen Beratungsansatz“ verfüge die Stadtsparkasse Düsseldorf seit Jahren über ein Alleinstellungsmerkmal im Bankgeschäft für die in der Landeshauptstadt lebenden Japaner.

„Die Gründung des Japan Desks war schon sehr vorausschauend“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Geisel, „weil man bereits damals erkannt hat, wie wichtig das Japan-Geschäft ist.“ Rund 8500 Japaner würden gegenwärtig in der Landeshauptstadt leben. „Der Japan Desk ist ein wichtiger Teil der Infrastruktur.“

Auch für den japanischen Generalkonsul Masato Iso ist der Desk ein wichtiger Bestandteil in der Service-Landschaft. „Genauso, wie die japanische Schule, japanische Geschäfte oder der japanische Friseur“, erklärt Iso. In Düsseldorf lebe die zweitgrößte japanische Gemeinde in Europa nach London und Paris. „Außerdem sind mittlerweile 626 japanische Unternehmen in Düsseldorf ansässig.“

Die engen Beziehungen zwischen Düsseldorf und Japan reichen jedoch weit ins 19. Jahrhundert zurück. „Vor über 150 Jahren war es der Düsseldorfer Kaufmann Louis Kniffler, der zum ersten Vizekonsul Preußens in Nagasaki ernannt wurde“, erklärt Sparkassen-Chefin Karin-Brigitte Göbel. „Kniffler war der Gründer des ersten deutschen Handelshauses in Japan.“

Und was Mitte des 19. Jahrhunderts begann, habe sich nach dem Zweiten Weltkrieg weiterentwickelt. „Immer mehr japanische Unternehmen zog es über die folgenden Jahrzehnte in die Stadt am Rhein“, so Göbel weiter, „so dass diese zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Landeshauptstadt geworden sind.“