1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf

Düsseldorf: SOS-Kinderdorf will noch dieses Jahr in Garath bauen

Düsseldorf : SOS-Kinderdorf will noch dieses Jahr in Garath bauen

Wenn es nach Herbert Stauber ginge, dem Chef von SOS-Kinderdorf in Garath, dann könnte der Bauantrag schon jetzt gestellt werden. Denn das Grundstück an der Carl-Severing-Straße hat SOS im Dezember von der katholischen Kirchengemeinde gekauft. "Zu einem fairen Preis", wie Stauber betont. Seit der Fusion 2007 von St. Mätthäus und St. Nikolaus liegt das Gelände brach. Die Pfarrgemeinde nutzte es nicht mehr und für Stauber kam das Grundstück zum richtigen Zeitpunkt. Dort soll jetzt übergangsweise das Mehrgenerationenhaus Hell-Ga einziehen. Zurzeit befindet sich Hell-Ga an der Ricarda-Huch-Straße, auf dem Gelände der seit mehr als drei Jahren entwidmeten Hoffnungskirche. Zwar hat Hell-Ga dort noch ein Nutzungsrecht bis 2020, doch der Eigentümer, die Caritas, möchte Ersatz für das Hildegardisheim bauen. Je schneller, desto besser.

Zwar sei der Bauantrag noch nicht gestellt, "ich gehe davon aus, dass Hell-Ga noch in diesem Jahr umzieht", sagt Stauber. Die vorübergehende Bleibe des Mehrgenerationshauses soll aber nicht von langer Dauer sein. Denn gleich schräg gegenüber will SOS-Kinderdorf ein Familienzentrum bauen. Ende vergangenen Jahres hat der Rat beschlossen, das stadteigene Grundstück an SOS zu verkaufen. Eine Bauvoranfrage ist positiv beschieden und der Kaufvertrag steht kurz vor der Unterschrift.

Bei dem Grundstück handelt es sich um die Grünfläche an der Matthias-Erzberger-Straße 21, direkt neben dem Spielplatz. Lange kämpfte Herbert Stauber darum, für SOS die Hoffnungskirche zu kaufen. Gemeinsam mit Hell-Ga wollte er dort ein Zentrum errichten. Bekanntlich bekam die Caritas den Zuschlag.

Nun plant SOS-Kinderdorf auf dem Nachbar-Grundstück eine Kita. Sie soll die Container-Anlage "123" an der Koblenzer Straße ersetzen. Neben dem Kita-Standort soll auf den rund 2800 Quadratmetern ein soziales Zentrum entstehen - unter anderem ein Elterncafé, ein Stadtteiltreff "und Mehrzweckräume für die Kooperation beispielsweise mit den Sportvereinen", sagt Stauber. Wenn das Ganze bezugsfertig ist, zieht das Mehrgenerationenhaus von der Carl-Severing-Straße dann einfach nur auf die andere Straßenseite. Doch bis es soweit ist, kann es noch etwas dauern. Zunächst sollen von SOS-Kinderdorf ausgewählte Architekten ihre Entwürfe präsentieren. Herbert Stauber rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren, so dass das Zentrum 2020 bezugsfertig sein könnte.

(RP)