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Düsseldorf als Austragungsort: Song Contest: Es hängt am Fußball

Düsseldorf als Austragungsort : Song Contest: Es hängt am Fußball

Damit der Schlagerwettbewerb im Mai in Düsseldorf stattfinden kann, muss die Arena frei sein. Dort sind Fußball-Spiele der Fortuna fest terminiert. Einer Verlegung in Nachbarstädte muss die Deutsche Fußball Liga zustimmen. Nun wird überlegt, den Flinger Broich zweitligatauglich aufzurüsten.

Düsseldorf will unbedingt Austragungsort des nächsten Eurovision-Song-Contests im Mai nächsten Jahres werden. Und um das möglich zu machen, laufen hinter den Kulissen derzeit eine ganze Reihe von Verhandlungen.

Vor allem die Fortuna steht im Fokus: In der Zeit, der dieser Schlagerwettbewerb die Arena blockieren würde, sind dort drei Spiele angesetzt. Theoretisch könnten sie in Arenen benachbarter Städte stattfinden. Aber das ist nicht so leicht umzusetzen.

Nun wird im Rathaus unter Experten geprüft, ob man nicht den Flinger Broich für die Anforderungen der Zweiten Bundesliga aufrüstet, um die Spiele dort anzupfeifen. Dazu müssten provisorische Tribünen aufgebaut werden, um 16.000 Zuschauern Platz zu bieten. Offenbar gibt es im Rathaus starke Befürworter dieser Idee. Selbst wenn das einige Hunderttausende Euro kosten würde, wäre es nach Ansichten von Werbeexperten gut angelegtes Geld, denn der Imagewert des Song-Contests geht in die Millionen.

Nach letzten Aussagen des ausrichtenden TV-Senders NDR (Norddeutscher Rundfunk) sollte die Entscheidung über den Austragungsort des Eurovision Song-Contests bis Ende des Sommers fallen, stünde damit unmittelbar bevor. Angeblich sind auch noch alle vier Bewerber — Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Hannover — im Rennen. Als sicher gilt, dass Düsseldorf mit seiner Arena einen perfekten Austragungsort hätte.

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Allerdings hat die Stadt auch einige Standortnachteile: Berlin würde mit den Hallen des früheren Flughafens Tempelhof zwar ein Provisorium einrichten müssen, punktet aber mit dem Hauptstadtbonus. Hamburg hat ebenfalls nur suboptimale (Messe-)Hallen zu bieten, aber dort sitzt der NDR, Hannover gilt als Schlusslicht. In Düsseldorf jedoch hängt die Verfügbarkeit der Halle an der Fortuna. Rein juristisch ist die Lage klar: Der Verein hat das Recht, die Schüssel zu nutzen - daran besteht kein Zweifel.

Aber der Vorstand sieht sich auch gegenüber der — in den vergangenen Jahren sehr großzügigen — Stadt in der Verpflichtung und signalisiert Hilfsbereitschaft. Das jedoch kann man keinesfalls allein entscheiden, sondern die Deutsche Fußball-Liga muss zustimmen.

In einem Brief an die DFL hat die Fortuna-Führung jetzt angefragt, unter welchen Bedingungen Spiele verlegt werden können. Ein DFL-Sprecher sagte gestern, man stimme solchen Verlegungen ungern zu, weil der Verlust des Heimvorteils die Mannschaft stark benachteilige.

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(RP)