DRLG warnt Schwimmer Sommerwetter lockt Düsseldorfer an den Rhein

Viel Sonne und Temperaturen an die 30 Grad: Die Meteorologen versprechen für diese Woche bestes Sommerwetter. Die hohen Temperaturen werden wieder viele Sonnenhungrige an den Rhein locken. Doch das Schwimmen im Fluss ist nicht ungefährlich.

 Baden im Rhein kann gefährlich werden.

Baden im Rhein kann gefährlich werden.

Foto: AP

Besonders beliebt: Der Sandstrand an der Bremer Straße am Landtag. Hier treffen sich an Sommertagen viele Düsseldorfer zum Sonnen, Ballspielen und Entspannen. So lange es beim Strandvergnügen bleibt, hat auch die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nichts einzuwenden. Doch die Lebensretter warnen eindringlich vor dem Baden im Rhein.

Trotzdem unterschätzen immer wieder Schwimmer die Gefahren des Flusses; immer wieder gibt es Tote. Besonders gefährlich ist das Baden im Rhein im Bereich der so genannten Kribben und Buhnen. Das sind Wellenbrecher, die verhindern sollen, dass sich im Hauptbett des Flusses Sandbänke bilden.

An den Kribben und Buhnen bilden sich extrem gefährliche Strömungen. Doch auch an anderen Stellen im Rhein gibt es tückische Sogwirkungen. Dazu kommen die großen Schiffe, die den Fluss noch gefährlicher machen.

Die Zahl der tödlichen Badeunfälle in Deutschland ist im vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen. Nach Angaben der DLRG kamen 2008 insgesamt 475 Menschen bei Wasserunfällen ums Leben, das waren 12,3 Prozent mehr als im Jahr 2007.

Laut der DLRG-Statistik ereigneten sich mehr als 90 Prozent der 475 tödlichen Wasserunfälle im Binnenland — Flüsse, Seen und Teiche gelten dabei als die größten Gefahrenquellen. So ertranken allein in Flüssen und Seen 350 Menschen. In Kanälen und Hafenbecken kamen 49 Menschen ums Leben. Von 2001 bis 2008 sind laut DLRG-Statistik in Deutschland 3.988 Männer, Frauen und Kinder ertrunken — also fast 500 Menschen pro Jahr.

Das Schwimmen im Rhein ist nicht nur gefährlich, sondern in bestimmten Zonen auch ganz verboten. So herrscht 100 Meter oberhalb und unterhalb von Rheinhäfen absolutes Badeverbot. An Brücken, Schiffs- und Fährlandestellen, Schleusen, Vorhäfen, Umschlagstellen und Werften darf auf keinen Fall geschwommen werden.

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