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Überraschender Abbau: Soll die Skater-Rampe umziehen?

Überraschender Abbau : Soll die Skater-Rampe umziehen?

Düsseldorf (RP). Die Skater-Anlage auf dem Gustaf-Gründgens-Platz ist weg. Sie ist in der vergangenen Woche abgebaut worden. Ohne Ankündigung. Und ohne Wissen der Stadtpolitiker, die "aus Zufall" den leeren Platz vor dem Schauspielhaus entdeckt haben wollen. Seitdem wird gerätselt: Warum ist die Anlage nicht mehr da? Wer hat das veranlasst? Und: Wo ist sie hin?

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p class="text">Walburga Benninghaus hat dazu eine klare Meinung: "Ich glaube nicht daran, dass die Skater-Anlage defekt ist", sagt die SPD-Ratsfrau und Vorsitzende des Jugendhilfe-Ausschusses. "Das wird zwar behauptet, aber es ist keine Erklärung dafür, warum die Anlage so plötzlich über Nacht verschwindet - und dazu noch in den Ferien."

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p class="text">Schließlich sei die Skater-Bahn erst vor anderthalb Jahren restauriert worden. Kosten: 18.000 Euro. Damals sei auch der Entschluss erneuert worden, die Bahn vor dem Schauspielhaus zu erhalten - und sie nicht anderswohin zu verlagern. Benninghaus glaubt: "Da spielen andere Gründe eine Rolle. Die Anlage wurde ganz gezielt abgebaut."

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p class="text">Den Verdacht haben auch die Grünen. Ratsfrau Iris Bellstedt vermisst eine Information der politischen Gremien; weder Ausschuss noch Bezirksvertretung seien informiert gewesen. "Wer hat diesen Abbau veranlasst?" Auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion, kann die Gründe für die "bürgerfeindliche Aktion" nicht nachvollziehen. "Wir fordern die Verwaltung auf, unverzüglich an gleicher Stelle die Anlage wieder herzustellen", sagt sie.

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p class="text">Bürgermeister Dirk Elbers (CDU) versteht die Aufregung hingegen nicht. Es gebe Gründe für den Abbau, und sie werde sicher wieder aufgebaut, sagt er. Ob an derselben Stelle, das wisse er nicht.

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p class="text">Nach Informationen der Rheinischen Post gibt es schon seit Jahren "strategische Überlegungen", die Anlage anderswo zu installieren. Etwa vor dem "Jungen Schauspielhaus" an der Münsterstraße, so ein (inoffizieller) Vorschlag aus dem Schauspielhaus selbst. Dort sei das Publikum dafür, dort könne man sich die Bahn viel besser vorstellen.

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p class="text">Offiziell klingt das anders: Der Abbau sei nicht auf Initiative des Hauses geschehen, heißt es. Man habe in der Tat gebeten, die Rampe für das Eröffnungswochenende Ende September abzubauen, um den Gästen bessere Sicht aufs Feuerwerk bieten zu können. Der Bitte sei jedoch nicht gefolgt worden. Der Abbau vorige Woche habe dagegen "rein technische Gründe" gehabt, so die Sprecherin des Theaters.

Das bestätigt Johannes Horn, Leiter des Jugendamtes, der die Demontage veranlasst hat. "Die Anlage ist defekt und wird technisch überholt", so Horn. "Der Standort dort ist aus meiner Sicht gut."