So schön ist der Corneliusplatz in Düsseldorf

Stadtplanung : So schön ist der Corneliusplatz

Mehr als zehn Jahre war der Platz am Nordende der Kö für die Düsseldorfer nicht nutzbar. Jetzt ist der Pracht-Platz wieder hergerichtet.

Viele Jahre war der Corneliusplatz so gar nicht ansehnlich, eine Baustelle, verdeckt von einer riesigen Werbewand, Wehrhahn-Linie sei Dank. Das ist nun nicht mehr so: Inzwischen ist der Platz wieder komplett für die Öffentlichkeit freigegeben. Das Gras ist saftig grün, ordentlich haben die Gärtner der Stadt dort die Blumenbeete bestückt und gerade bei sommerlichen Temperaturen lässt es sich in der Mittagspause auf einer der Bänke am Schalenbrunnen gut aushalten.

Ein wichtiges Gestaltungselement außer den tausenden bunten Blumen und ein Charakteristikum des Platzes sind die Magnolien, die in Dreiergruppen eingefasst von Eiben an den Ecken des Platzes stehen. Einige von ihnen haben eine spannende Geschichte: In der jeweils zum Brunnen zugewandten Seite sind je zwei weiß blühende Magnolien gepflanzt, die aus den Bäumen, die früher den Corneliusplatz schmückten, in der Baumschule des Gartenamtes gezogen wurden. Zusammen mit den rosa blühenden Magnolien empfinden sie die historische Situation am Platz nach.

Tatsächlich hat der Corneliusplatz eine lange Geschichte: Im Zusammenhang mit der Aufstellung des Schalenbrunnens von Leo Müsch 1882 wurde nach Plänen des Stadtgärtners Friedrich Hillebrecht etwa zeitgleich ein Schmuckplatz angelegt. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde der Platz wiederhergestellt. Eine letzte gestalterische Überarbeitung erfolgte 1987. Und seit 1994 ist der Platz auch als Baudenkmal Bestandteil der Denkmalliste der Landeshauptstadt.

2007 sollten die Düsseldorfer den Corneliusplatz dann zuletzt in seiner vollen Pracht erleben können: Für den Bau der Wehrhahn-Linie und der damit verbundenen Erweiterung der Heinrich-Heine-Allee wurde der Platz zur Baustelle: Alles Grün wurde entfernt, der Brunnen abgebaut. Die Bahnen fahren nun seit zwei Jahren unter der Erde, der Platz aber wurde erst jetzt fertig.

Seine Fläche ist ein Rechteck, zwei seitliche Zugangswege führen zum zentral gelegenen Brunnen und teilen die Platzanlage in zwei gleich große Hälften. Diese sind als Rasenflächen mit Wechselflorbeeten – das bedeutet, sie werden mehrmals im Jahr neu mit Blumen bepflanzt, parallel zu den Außenkanten angelegt. Die zentrale Fläche um den Brunnen wird ebenfalls von Wechselflorbeeten umgeben, die in ein Rasenrondell eingebettet sind.

Blick von der Königsallee auf den Corneliusplatz an ihrem Nordende und den Anfang des Hofgartens. Links in dieser Luftaufnahme ist das Kaufhof-Gebäude zu sehen. Foto: Krebs, Andreas (kan)
Luftaufnahme aus dem Jahr 1965. Damals gab es noch Parkplätze direkt am Corneliusplatz. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf, Gartenamt
Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf, Ingo Lammert
Diese historische Ansicht zeigt den Corneliusplatz im Jahr 1962. Auch damals war er ein beliebter Aufenthaltsort. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf, Gartenamt

Im Zentrum des Rasenrondells wiederum steht das Herzstück des Platzes: der Schalenbrunnen. Über einem kleeblattförmigen Becken steht ein kräftig profilierter Sockel, in den sich neptunische Wesen, Delphine und Wassergötter befinden, welche die untere Schale tragen. Sie wird wiederum mit Wasser gefüllt, das aus Löwenmäulern sprudelt. Eine zweite kleinere Schale schließt den Brunnen nach oben ab. Es entsteht ein hübsches Wasserspiel.

(lai)