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Düsseldorf: So sahen weihnachtliche Schaufenster früher aus

Düsseldorf : So sahen weihnachtliche Schaufenster früher aus

Düsseldorfer Einzelhändler blicken ins Archiv und zeigen Weihnachtsdekorationen von vor 10, 40 und 75 Jahren

Schaufenster entführen Passanten seit jeher in eine andere, ganz eigene Welt. Besonders in der Weihnachtszeit reiht sich in der Innenstadt eine märchenhafte Kulisse an die nächste. Trotz Werbewandel — die weihnachtliche Außenfassaden-Gestaltung bleibt romantisch und traditionell.

In kleinen Gruppen stehen die mit Wollmütze und Einkaufstüten bepackten Menschen vor den Schaufenstern des Kaufhofs an der Kö. Mit dem Zeigefinger verfolgen sie das Geschehen hinter der Glasscheibe und freuen sich über die kleinsten Entdeckungen.

Egal ob Kleinkinder, Jugendliche oder Erwachsene: Seit 25 Jahren ziehen die lebensgroßen, beweglichen Steiff-Stofftiere alle Blicke auf sich. Die Welt im Fenster ist so bezaubernd, dass manche die Wirklichkeit für einen Augenblick vergessen — daher zogen die Fantasiegestalten auch von der Königsallee auf die Heinrich-Heine-Allee — dort ist auf dem breiteren Bürgersteig mehr Platz zum Staunen. Anfang der 70er Jahre zeigten die Schaufenster eine rote Zirkuswelt mit Puppen. "Für diese Präsentation wurde alles in wochenlanger Handarbeit vorbereitet", erzählt Dieter Seeger, der 1970 seine Ausbildung zum Schaufenstergestalter im Haus an der Kö anfing und nun seit 15 Jahren der Leiter des visuellen Marketing ist.

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Individuelle von Hand gefertigte Elemente setzen auch die Schaufenster bei Heinemann ins rechte Licht. Chefdekorateur Horst Mindt beschreibt seine Aufgabe darin, den Fußgängern "eine Traumwelt" zu offenbaren. Vor 10 Jahren zeigte das Schaufenster einen weihnachtlichen Tisch mit Hänsel, Gretel und der Hexe. Heute laden die Süßigkeitenpäckchen in Geschenkverpackung dazu ein, sie den Liebsten sofort unter den Baum zu legen. "Wir dekorieren ganz traditionell", sagt Mindt. Bloß eine Besonderheit ging mit der Zeit verloren. Die echte Tanne musste einer aus Plastik weichen — aus hygienischen Gründen.

Franzen hat einen großen Vorteil. Das feine Porzellan und die üppigen Adventskränze wecken die Vorfreude auf das gemeinsame Festmahl in den eigenen vier Wänden. Und wer nach dem Bummeln durch die Großbaustelle Düsseldorf ein idyllisches Städtepanorama sucht, der sollte einen Blick bei Peek und Cloppenburg reinwerfen. Die Trendmoden zeigt das Haus in diesem Jahr unter dem Motto "Christmas is back in town".

Hier geht es zur Bilderstrecke: Weihnachtsdekorationen früher und heute

(RP)