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So reagiert die Rheinbahn auf Corona

Weniger Fahrten und Mitarbeiterschutz : So reagiert die Rheinbahn auf Corona

Busse und Bahnen fahren ab Mittwoch seltener – und Busfahrer werden jetzt doch geschützt.

(arl) Die Rheinbahn wird ab Mittwoch auch an Wochentagen nach dem Samstagsfahrplan verkehren – und dadurch ihr Angebot deutlich einschränken. Das Unternehmen bestätigte am Montag in einer Pressemitteilung die Entscheidung des Krisenstabs vom Sonntag. Die Bürger sind aufgerufen, Bus und Bahn nur noch für nicht verzichtbare Fahrten zu nutzen, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Der ÖPNV wird aber aufrecht erhalten, unter anderem, damit das Personal von wichtigen Infrastruktur-Einrichtungen anreisen kann.

Die Rheinbahn schließt darüber hinaus Kundencenter, Fundbüro, Service Point und das Büro für Fahrgeld-Einsprüche zunächst bis zum 19. April. Weiter erreichbar ist der telefonische Kundenservice (8 bis 16 Uhr unter Telefon 0211 582-2882, per E-Mail an kundendialog@rheinbahn.de oder über facebook.com/rheinbahn).

Das Unternehmen hat zudem entschieden, die vordere Tür der Busse zu schließen und den Ticketverkauf beim Fahrer einzustellen. Andere Verkehrsunternehmen hatten das bereits Tage zuvor getan. Es gehe darum, den Fahrdienst so gut wie möglich vor einer Ansteckung zu schützen, heißt es in einer Mitteilung der Rheinbahn.

Im Unternehmen gibt es weitere Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft. So wurden die Auszubildenden nach Hause geschickt und die Kantinen geschlossen. Auch Mitarbeiter aus dem Kreis Heinsberg müssen zu Hause bleiben – allerdings erst seit Sonntag. Die Pressestelle bestätigte entsprechende Informationen unserer Redaktion und verwies auf Entscheidungen des städtischen Krisenstabs.

Der Nahverkehr ist in der Coronakrise in vieler Hinsicht in einer schwierigen Lage. Einerseits ist er Teil der kritischen Infrastruktur, die aufrechterhalten bleiben soll. Die Rheinbahn muss daher auch für eine Reserve im Fahrdienst sorgen – durch den ausgedünnten Fahrplan ist das leichter. Andererseits gelten Passagiere in öffentlichen Verkehrsmitteln als gefährdet für eine Infektion. Daher wird derzeit von der Nutzung abgeraten, wenn sich die Fahrt vermeiden lässt.

(arl)