Studie: So kaufen die Düsseldorfer

Studie : So kaufen die Düsseldorfer

Wirtschaftsprobleme hin oder her: Zwei Drittel der Düsseldorfer geben nicht weniger Geld aus als im Vorjahr, sagt eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung. Beste Vorzeichen also für die erste Lifestyle- und Verbrauchermesse, die übernächste Woche mit 25.000 Besuchern rechnet.

Die Messe-Planer wollten es ganz genau wissen. Im Vorfeld der erstmals in Düsseldorf geplanten Lifestyle- und Verbrauchermesse "Düssel Life" sollte eine umfassende Studie über das Kaufverhalten der Düsseldorfer die Messe-Macher bestätigen, dass sie am Rhein erfolgreich sein können. Die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) fand in ihrem Auftrag schließlich heraus: Trotz Wirtschaftskrise geben zwei Drittel der Düsseldorfer unverändert viel Geld aus. "Der umfangreiche Fragebogen zu den verschiedenen Themen hat uns darin bestätigt, dass gerade Düsseldorf einer der besten Plätze für eine solche Messe ist", sagt Messeveranstalter Leonhard Dieckers.

Bei der repräsentativen GfK-Umfrage wurden vom 17. bis zum 22. Juni 500 Männer und Frauen aus Düsseldorf zwischen 16 und 65 Jahren befragt. 68,4 Prozent gaben an, ihre Ausgaben trotz Krise nicht zu reduzieren und sogar mehr Geld auszugeben. Dass dies nicht nur ein Verhalten der Reichen ist, die die Krise weniger trifft, konnte die GfK ebenfalls feststellen. Selbst 60 Prozent der Haushalte mit einem Einkommen von maximal 1000 Euro planen mit Ausgaben in der Höhe des Vorjahres.

Trotzdem schauen die Düsseldorfer Kunden genau aufs Geld. Für 40,9 Prozent von ihnen ist der Preis das erste Kriterium für eine finanzielle Ausgabe. Fast die Hälfte der Befragten bezeichnet den Preis zumindest noch als "ziemlich wichtig". Die Verbraucher-Messen dagegen werden von den Befragten etwas anders bewertet. Dort steht der Preis nicht mehr ganz so stark im Vordergrund. Immerhin fast ein Drittel (32,4 Prozent) der Düsseldorfer halten ihn bei Verbraucher-Messen gar für kaum oder weniger wichtig. Dabei spielt die ökologische Verträglichkeit eine wichtige Rolle. Sie wird stark nachgefragt, außerdem die Aspekte "Stärkung der Region", "soziale Gerechtigkeit" und "soziale Bindungen". Kurzum: Neben Preis und Qualität spielen für die Düsseldorfer bei Produkten die ökologischen und sozialen Facetten eine wichtige Rolle. "Darauf stellen sich die Aussteller ein, denn ihre Produkte sollen auch dem genügen", sagt Dieckers. Immerhin hat es im Vorfeld der geplanten Lifestyle- und Verbrauchermesse in Reisholz eine Bewerbungsflut der Aussteller gegeben. In Frankfurt hatte Düssel-Life-Chef Dieckers auf einer solchen Messe nach der Attraktivität am künftigen Standort Düsseldorf gefragt. "Sie wurde als enorm hoch angesehen und viele erkannten in Düsseldorf sehr hohe Ausgabenbudgets", erzählt er.

Kein Wunder, denn die deutschlandweit organisierten Lifestyle- und Verbraucher-Messen machen hohe Umsätze. In Wiesbaden habe man beispielsweise 2,7 Millionen Euro Umsatz erzielt.

Statistisch gibt jeder Messebesucher durchschnittlich 131 Euro aus. Das würde bei 25.000 Besuchern in Düsseldorf einen Umsatz von fast 3,3 Millionen Euro bedeuten. Auf einen Erfolg hofft auch Barbara Oxenfort, die als Messebotschafterin der ersten Auflage viel Glück wünscht. Sie selber wird an zwei Tagen mit ihrem Barbara Oxenfort Quintett auftreten.

(RP)
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