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Kommentar: So geht die Rheinische Lösung

Kommentar : So geht die Rheinische Lösung

Eigentlich ist die Idee doch gar nicht so schlecht, ein Geländer zu retten, indem man eine neue Brücke baut, findet unsere Autorin

Ja, wir können uns gut vorstellen, dass so eine Investition in ein Brückenbauwerk irgendwann in einem der einschlägigen Formate á la Irrsinn des Jahres auftaucht.

Klingt ja auch ein bisschen wie die Geschichte von dem Bahnhof, an man den Bahnsteig für die Barrierefreiheit erhöhte, und in dem die Fahrgäste dann durchs Fenster klettern mussten, weil die Türen nicht mehr aufgingen. So leisten wir uns eben eine neue Brücke, um ein Geländer zu erhalten, das an dieser Stelle dann gar nicht mehr nötig ist.

Andererseits: Da ist dieses Kunstwerk, dass zum Stadterhebungsmonument und zur Stadt gehört. Soll man das verschandeln wie die schönen alten Brückengitter an der Düssel in Bilk? Die Schutzgitter da sind wirklich nichts fürs Auge.

Eigentlich ist die Idee für das Müller-Schlösser-Gässchen doch nicht nur die Bewahrung eines echt Düsseldorfer Kunstwerks. Sie ist auch die Definition der berühmten Rheinischen Lösung. Und damit ist sie eigentlich doppelt gut.