U-Bahn-Baustelle in Bilk: So arbeitet der Tunnelbohrer

U-Bahn-Baustelle in Bilk: So arbeitet der Tunnelbohrer

Die 1300 Tonnen schwere Maschine, die den Schacht für die Wehrhahn-Linie gräbt, ist in Betrieb gegangen. Bevor heute das Schneidrad startet und die Maschine bald in die Erde abtaucht, eröffneten die Arbeiter in der Maschine einen Blick in ihren Alltag.

Im Startschacht für die neue U-Bahn brummten am Dienstag nur die Pumpen, ab Mittwoch wird es richtig laut. Dann gräbt sich das Schneidrad des Tunnelbohrers durch die zwei Meter dicke Betonwand. Für die Spezialisten in der Maschine begann schon gestern der Arbeitsalltag.

Schildfahrer Michael Kolmsee startet um 6 Uhr die Geräte. Er und seine Kollegen blicken zunächst in die Röhre. Zwei Ringe des neuen Tunnels stehen bereits. Kolmsee steuert über die Knöpfe und Bildschirme in seinem Container die 14 Pressen, die rund um den vorderen Ring verteilt sind. So drückt er die Maschine vom Ring ab und bewegt sie Richtung Betonwand. Nach 1,50 Metern stoppt der Schildfahrer, weil genug Platz für den nächsten Ring entstanden ist.

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Das ist das Startkommando für die Lok "Sophie". Sie rollt über die Schienen hinter der Maschine und transportiert die 6,5 Tonnen schweren Betonteile ("Tübbings") für die Tunnelröhre in die Maschine. Im Bauch des Bohrers hebt der so genannte Erektor das Teil an die vorgesehene Stelle. Nachdem sieben Teile den dritten Ring gebildet haben, rückt die Maschine bis an die Wand vor. Dort geht es heute rein in den Beton.

Wenn die Schälmesser abgenutzt sind, müssen die Arbeiter in die Druckkammer steigen. Sie wird verriegelt, dann der Druck angepasst, bevor die Männer in der Enge neue Messer montieren. Schließlich soll die Maschine bald bis zu zehn Ringe pro Tag schaffen.

(RP)