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Smart-Center Düsseldorf: Smarts für Polizei und Feuerwehr

Smart-Center Düsseldorf : Smarts für Polizei und Feuerwehr

Smarts für Polizei und Feuerwehr Die Niederlassung Rhein-Ruhr der Daimler AG präsentiert im Smart-Center Düsseldorf neue Behördenfahrzeuge. Die Polizei könnte mit Elektroantrieb in Fußgängerzonen unterwegs sein. Auch in der Stadtreinigung sind die Winzlinge denkbar.

Als vor 14 Jahren der erste Smart auf den Markt kam, hatte er schnell seinen Spitznamen weg. "Elefanten-Rollschuh", "Bobbycar" oder "Osterei" wurde dem Wagen hinterher gerufen, der sich dennoch einer wachsenden Fangemeinde erfreut. Klein, wendig, sparsam und preiswert - warum sollte man also dem Zweisitzer nicht ein Blaulicht aufs Dach schrauben und das Ganze als Behördenfahrzeug verkaufen?

Genau das versucht nun die Rhein-Ruhr-Niederlassung der Daimler AG im Smart-Center am Nördlichen Zubringer. Insgesamt fünf Smarts in Sonderlackierung und Sonderausstattung werden dort in den kommenden Tagen rund 100 Vertretern von Behörden aus Düsseldorf, Krefeld, Duisburg, Neuss und dem Kreis Mettmann vorgestellt.

Knallrot ist etwa das Modell für den Einsatz bei den Feuerwehren. "Da könnte der Einsatzleiter mitfahren, der als Erster am Brandort sein muss", sagt Sarah-Elisabeth Mietzel, die bei Daimler für den Verkauf an Großkunden zuständig ist. Für den absoluten Notfall ist ein kleiner Feuerlöscher an Bord. Ebenfalls für den Einsatz in der Stadt gut geeignet könnte der Smart in Polizei-Optik sein. "In Berlin hat sich das Modell bereits bewährt", sagt Tim In der Smitten, Sprecher von Daimler.

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In Großstädten wie Düsseldorf oder Duisburg könnte das Polizei-Modell in der Fußgängerzone eingesetzt werden. "Mit Elektro-Antrieb ausgestattet verursacht der Wagen nicht mal Schadstoffe", sagt In der Smitten. Er denkt an den Einsatz bei großen Stadtfesten, auf der Kirmes oder in der Fußgängerzone der Altstadt. Der Elektro-Smart ist innerhalb einer Stunde wieder aufgeladen und hat eine Reichweite von etwa 145 Kilometern. Die 75 PS beschleunigen den Wagen auf etwa 125 km/h Spitze.

Je nachdem, wie häufig Klimaanlage, Heizung und Radio genutzt werden, können es auch mehr oder weniger Kilometer werden. Die Düsseldorfer Polizeibeamten, die gestern beim Schnellimbiss neben dem Smart-Center eine Mittagspause einlegten, hatten offenbar ihren Spaß mit dem Polizei-Smart. "Einige Beamte sind sogar ausgestiegen und haben ein Foto gemacht", sagt In der Smitten.

Ob die Düsseldorfer Polizei bald allerdings weitgehend geräuschlos mit dem Smart durch die Altstadt fährt, wird nicht in der Landeshauptstadt entschieden. "Das läuft alles über das Landesamt für zentrale polizeiliche Dienste in Duisburg", sagt Marcel Fiebig, Sprecher der Düsseldorfer Polizei. "Wir fahren das, was wir bekommen, mit einem Smart hätten wir aber wahrscheinlich kein Problem", sagt Fiebig.

Gebrauchen könnte den Smart vielleicht auch der Düsseldorfer Flughafen. Der kleine gelb-schwarze Wagen trägt großspurig die Aufschrift "Follow me".Der Wagen sei aber eher für den Einsatz auf kleineren Privatflughäfen gedacht. Ebenso der mit der Aufschrift "First Responder" versehene Smart, der den Notarzt zu Rettungseinsätzen an gerade gelandeten Fliegern bringen könnte.

Ganz in Orange präsentiert sich der Winzling als Auto für die Stadtreinigung. Auf einem Podest am Heck steht ein kleiner Mülleimer. Möglich wären auch Lagerungsmöglichkeiten für große Besen, Split oder Sand für den Winterdienst in belebten Fußgängerzonen.

(ila/jco)