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Serienbankräuber: Sicherungsverwahrung für Jan Zocha

Serienbankräuber : Sicherungsverwahrung für Jan Zocha

Düsseldorf (dto). Der Serienbankräuber Jan Zocha sei seit seinem 21. Lebensjahr nie länger als drei Monate auf freiem Fuß gewesen, ohne eine Straftat zu begehen. Daher erklärte eine Psychiaterin am Mittwoch beim Prozess gegen den 37-Jährigen vor dem Düsseldorfer Landgericht, sei die Voraussetzungen für eine Sicherungsverwahrung gegeben. Der Angeklagte sei zwar in der Lage, sich an Regeln und Normen zu halten, werde aber trotzdem immer wieder rückfällig.

Die Gutachter sagte, dass Zochas Serie von insgesamt 20 Banküberfällen von Pragmatismus geprägt waren und er die Überfälle begangen habe, um sich das Geld für den Aufbau einer neuen Existenz im Ausland zu besorgen. Zwar habe er bereits in den 90er Jahren das Ziel gehabt, ein Leben ohne Straftaten zu führen. Trotzdem sei er immer wieder kriminell geworden.

Der Angeklagte hatte zuletzt gestanden, in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz 20 Banken überfallen zu haben. Darunter waren Sparkassen- und Volksbank-Filialen in Düsseldorf, Neuss, Münster, Koblenz und Mainz. Bei seinen Taten hatte er mehr als eine halbe Million Euro erbeutet. Am Donnerstag soll die Staatsanwaltschaft ihr Plädoyer halten. Mit dem Urteil wird noch in diesem Monat gerechnet. Jan Zocha drohen 15 Jahre Haft und Sicherungsverwahrung.