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Düsseldorf: Sicherheit ist ein hohes Gut

Düsseldorf : Sicherheit ist ein hohes Gut

nicole.lange@rheinische-post.de

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Wer einmal einen der Terror-Prozesse im Hochsicherheitsgebäude des Düsseldorfer Oberlandesgerichts besucht hat, weiß, wie aufwendig dort die Abläufe sind. Die aus der Untersuchungshaft zum Gericht gebrachten Angeklagten werden nacheinander von Justizbeamten in den Saal geführt. Diese müssen auch während der gesamten Verhandlung daneben sitzen, die Angeklagten in den Pausen in ihre Zellen im Gericht und nach Ende des Prozesstages zurück zur JVA bringen. Das frisst Zeit und Arbeitskraft, oft mehrere Tage die Woche über viele Monate: Terror-Prozesse sind langwierig. Drei zusätzliche Stellen sind da überaus wenig, zumal auch die zusätzliche Belastung durch die Hauptverhandlungshäftlinge nicht zu unterschätzen ist. Natürlich: Zusätzliches Personal kostet Geld, und das fehlt in Nordrhein-Westfalen an vielen Stellen. Sicherheit aber sollte ein hohes Gut bleiben, und wenn man die Beamten auf Dauer einer Überlastung aussetzt, wird sich das am Ende über den - ohnehin hohen - Krankenstand rächen.

(RP)