Einbruch in Lichtenbroich: Serbische Kirche verwüstet

Einbruch in Lichtenbroich: Serbische Kirche verwüstet

Danilo Radmilovic, Gemeindepfarrer der serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Lichtenbroich, steht unter Schock. Fassungslos betrachtet er die Zerstörungen, die Einbrecher in der Nacht zu Donnerstag im Gotteshaus an der Wanheimer Straße hinterlassen haben.

Mit großer Gewalt waren sie in die Kirche eingedrungen. Nachdem es ihnen misslungen war, die Tür mit einem einfachen Küchenmesser aufzubrechen, rammten die Diebe mit einem Gullydeckel die Holzvertäfelung aus der massiven Eingangstür heraus, so dass nun ein 40 mal 40 Zentimeter großes Loch in der Pforte klafft.

In der Kirche selbst haben die Eindringlinge auf der Suche nach Wertgegenständen ihr Zerstörungswerk fortgesetzt. Opferstöcke wurden von der Wand getreten, Schubladen herausgerissen und ein mit Schnitzereien verzierter hölzerner Ikonenständer zerschlagen. Entwendet wurden Geld und zwei maßgeschneiderte, wertvolle Priestergewänder und Altargeräte wie Kelche und Hostienschalen.

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"Ich schätze, dass der Gesamtschaden zwischen 20.000 und 30.000 Euro liegt", erklärt der Pfarrer, der nun über Konsequenzen nachdenkt: "Bisher dachten wir, dass eine Kirche nicht besonders gesichert werden muss. Jetzt müssen wir uns Gedanken darüber machen, welche Maßnahmen möglich und nötig sind."

Nachdem die Polizei die Spuren gesichert hat, will Danilo Radmilovic schnell den Schaden beseitigen, denn heute feiert die Gemeinde das Nikolausfest und erwartet dazu rund 1000 Gläubige. Auf die Täter gibt es bisher noch keine Hinweise. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter Telefon 8700 zu melden.

(RP)
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