Seniorin stürzt in Düsseldorf auf Bahngleise

Suche nach Täter: Seniorin stürzt nach Rempler in Düsseldorf auf S-Bahnschienen

Am Düsseldorfer Hauptbahnhof ist eine Frau von einem Mann angerempelt worden und gestürzt. Die Frau brach sich einen Brustwirbel. Seitdem sucht ihre Tochter nach Hinweisen auf den Täter.

Vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof ist am Mittwoch, 28. Februar, eine 78-Jährige aus Meerbusch gegen kurz vor 12 Uhr, kurz nach dem Ausstieg aus einer Straßenbahn der Linie 709, von einem Mann angerempelt worden und dabei so unglücklich gestürzt, dass sich einen Brustwirbel gebrochen hat. Ihre Tochter, Andrea Tangermann, sucht seitdem sowohl nach Hinweisen zu dem Täter sowie zu zwei Ersthelfern.

Auch in der Facebook-Gruppe "Nett-Werk Düsseldorf" schrieb sie bereits eine Nachricht mit der Bitte um Hinweise. Allerdings ohne Erfolg. "Meine Mutter wollte nach dem Ausstieg zum Hauptbahnhof laufen, um dort in eine Regionalbahn umzusteigen", sagt die 46-Jährige. Doch schon wenige Schritte nach dem Ausstieg aus der Straßenbahn sei ihre Mutter von dem Mann so heftig angerempelt worden, dass sie auf die Straßenbahnschienen stürzte. Der Verursacher, der offenbar noch schnell eine Bahn bekommen wollte, entfernte sich daraufhin.

  • Heimatreport : Hauptbahnhof Düsseldorf - Ort des Übergangs
  • Zwischen Essen und Gelsenkirchen : Baum auf Gleisen führt zu Oberleitungsstörung

"Wir ermitteln deshalb wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort", sagt eine Sprecherin der Polizei auf Nachfrage. Andrea Tangermann hatte kurz nach dem Unglück bereits eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt. "Glücklicherweise waren zwei Ersthelfer vor Ort, die meiner Mutter halfen und einen Rettungswagen riefen", sagt Tangermann. Anschließend habe die 78-Jährige noch sieben Stunden in der Notaufnahme verbracht, ehe sie mit einem Liegetransport nach Hause gefahren wurde. Mittlerweile sei die Seniorin jedoch in einem Neusser Krankenhaus, weil sie dort operiert werden müsse.

Kontaktdaten habe ihre Mutter von den beiden Helfern, ein Mann und eine Frau, jedoch nicht. "Wir würden uns aber gerne noch für die Hilfe bedanken", sagt die Erkratherin. Aufgrund der Aufregung habe sich ihre Mutter nur noch daran erinnern können, dass der Mann eine grüne Jacke trug sowie einen Schnäuzer und das Paar einen Kinderwagen dabei hatte. Bei der Feuerwehr habe sie ebenfalls bereits nachgefragt, ob diese durch die Aufnahme des Notrufs vielleicht Daten der Helfer gespeichert hätten. Hoffnung bei der Suche nach dem Täter setzt Tangermann noch in eine mögliche Auswertung der Kamerabilder vom Vorplatz am Hauptbahnhof durch die Polizei.