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Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen : Maskottchen Ekki erklärt den Glauben​

Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen : Maskottchen Ekki erklärt den Glauben

Die Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen gewinnt mit ihrem YouTube-Kanal „Ekki-TV“ einen mit 5000 Euro dotierten Preis. Ekki begleitet die Kommunionkinder durch ihre Vorbereitungszeit.

Maskottchen Ekki begleitet die Kommunionkinder der Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen durch ihre Vorbereitungszeit auf die Erste Heilige Kommunion. Für die Gruppen gibt es Ekki als Plüschfigur, Ekki taucht in allen schriftlichen Unterlagen zur Vorbereitung auf, und die kleine Figur, die in ihrer Form an eine Hostie erinnert, hat sogar einen eigenen Youtube-Kanal. Das Projekt heißt „Ekki-TV“ und wurde von der Aachener Bergmoser und Höller-Stiftung jetzt mit dem Verkündigungspreis 2022 ausgezeichnet.

Viel Applaus für den mit 5000 Euro dotierten ersten Platz gab es bei der Preisverleihung auch von der Kommunionkindergruppe aus Itter. Die kleine Youtube-Persönlichkeit Ekki begleitet sie und die Coaches der Kommunionkinder schon länger. Die Jury hält den Videokanal aus dem Düsseldorfer Süden für die beste Idee im vergangenen Jahr, den christlichen Glauben und die damit verbundenen Werte zu vermitteln. Im Stil der Lach- und Sachgeschichten der „Sendung mit der Maus“ führt das Maskottchen Ekki zusammen mit Pastoralreferent Martin Kürble und Kaplan Juan Riquelme Cano durch die verschiedenen Themen und Feiertage der katholischen Kirche. Die kleine Zeichentrickfigur soll den Kindern den Glauben näher bringen. In den kurzweiligen Filmen erklärt Ekki die Bedeutung von kirchlichen Feiertagen und nimmt die Zuschauer auch bei einem Besuch durch die Kirche mit.

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„Wie gut, dass Sie das Maskottchen Ekki ins Leben gerufen haben“, sagte die „Wissen macht Ah!“-Moderatorin, Journalistin, Autorin und Schauspielerin Shary Reeves als Laudatorin bei der Preisverleihung. Denn Ekki erklärt einiges: „Was ist ein Sakrament oder eine Eucharistie-Feier und wo steht in der Kirche eigentlich der Mülleimer?“ In erster Linie sind die Erstkommunionfamilien Zielgruppe des Kanals. Doch es kommen deutlich mehr Interessierte hinzu. „Das zieht schon weite Kreise“, sagt Martin Kürble. Die Fan-Gemeinde der Videos sei längst auch über das Alter der Kommunionkinder und auch über die Grenzen der Gemeinden hinaus gewachsen. „Es ist toll, dass wir von Menschen in jedem Alter Rückmeldungen bekommen, dass sie mit unseren Videos auch noch einmal etwas von der Religion verstanden haben, was sie vorher noch nicht so wussten“, sagt der Pastoralreferent. Dazu hat die Zeichentrickfigur auch eine E-Mail-Adresse.

Die Videos nutzen inzwischen etwa Lehrerinnen und Lehrer im Religionsunterricht, auch andere Gemeinden entdecken die Videos und setzen sie ebenfalls gerne ein. „Die Videos sind zum Teil 800- bis 900-mal abgerufen worden. Aber ich denke, da sitzen dann mehrere Menschen vor: Schulklassen oder Familien“, sagt Kürble. Die Videos mit Ekki entstehen in Himmelgeist. Das Maskottchen selbst ist eine Animation. In ihrem aktuellen Video zeigen die Macher auch, was hinter den Kulissen beim Dreh passiert, wie die Figur animiert wird und wer Ekki seine Stimme leiht. Wichtig sind Kaplan Cano und Pastoralreferent Kürble, dass die Videos nicht nur lehrreich, sondern für Kinder und Eltern auch unterhaltsam sind. „Ich weiß es ja von mir und meinen Kindern, dass ich keine Lust habe, mir etwas anzuschauen, wenn es langweilig ist“, sagt Kürble.

Dabei soll es nicht streng und ernst zugehen. Die Idee zum Maskottchen, das der Hostie ähnelt, entstand schon im Jahr 2013. Jetzt wird die Botschaft fröhlich verpackt. Das Team der Seelsorgeeinheit ist sicher: „Jesus hat den Menschen in Bildern und Geschichten von Gott erzählt. Und wenn es das damals schon gegeben hätte, hätte er dabei natürlich auch Videos und Musik eingesetzt“, sagt Kürble. Dafür ist der Einsatz moderner Technik notwendig. Das aktuelle Preisgeld soll deshalb für den weiteren Fortschritt verwendet werden. Zusätzliches Equipment soll her, für Licht und vernünftigen Ton sowie eine neue Kamera.

Für den Rheinbogen ist es nicht der erste Preis: Im vergangenen Jahr bekam das Team des Familien-Podcasts der Seelsorgeeinheit den Zukunftspreis für innovative Ideen des Erzbistums Köln. Nun kommt mit dem Verkündigungspreis eine deutschlandweite Auszeichnung hinzu. Bewerben konnten sich Aktionen, Projekte und Gemeinden aller christlichen Kirchen. Den mit 3000 Euro dotierten zweiten Preis erhielt das Projekt Bibel am Strand der evangelisch-methodistischen Kirche in Mössingen. Platz drei und 1000 Euro gehen an die ökumenische RadioKinderKirche RAKIKI aus Kiel.