Spontantermin in Düsseldorf US-Komponist Eric Nathan als Überraschungsgast im Heine-Haus

Düsseldorf · Aus einem Zufallstreffen beim Schumann-Fest wurde ein tolles Treffen im Heine-Institut – das bald Post aus den Vereinigten Staaten bekommt.

  Sabine Brenner-Wilczek zeigte US-Komponist Eric Nathan Schumann-Schätze   

Sabine Brenner-Wilczek zeigte US-Komponist Eric Nathan Schumann-Schätze   

Foto: Luyuan Nathan

Düsseldorf schreibt sich Nähe und Freiheit auf die Fahnen. Wenn es gut läuft, kommen  auch Freundlichkeit und Flexibilität dazu. Die erfuhr jetzt der US-Komponist Eric Nathan, der mit seiner Frau Luyuan auf Weltreise ist und beim Schumann-Fest einen fünftägigen Düsseldorf-Stopp einlegte. Der Grund: Er hatte für das Schumann-Fest eine von drei neuen Kompositionen zu Schumann erarbeitet. Nathan lernte beim ersten der drei Skyline-Konzerte zufällig Kulturdezernentin Miriam Koch kennen, deren Begleiterin aus dem Dezernat am nächsten Tag einen Kontakt zum Heine-Institut herstellte. Dort konnte der Gast aus Providence (Rhode Island) Düsseldorfer Schumann-Schätze in Augenschein nehmen.

„Das war bewegend, inspirierend und eine sehr besondere Erfahrung“, schrieb Nathan an unsere Redaktion. Seine von Schumann-Stücken ausgehenden „Traumszenen“ waren unter dem Dach des Dreischeibenhauses uraufgeführt worden. Das Heine-Institut soll bald Post bekommen: Eine signierte Partitur der Nathan-Komposition soll in die Schumann-Sammlung aufgenommen werden.

Museumsdirektorin Sabine Brenner-Wilczek zeigte dem Paar aus den USA Schumanns Handexemplar von Heines Buch der Lieder, in dem er Anmerkungen für Clara gemacht hatte. Ebenso bekam er Heine-Vertonungen zu sehen. Zu den Schätzen, die eigens für Nathan aus dem Archiv geholt wurden, gehörten Briefe der Schumanns und die Partitur des berühmten Schumann-Klavierkonzerts in a-Moll.

Dann durfte der Komponist von der Ostküste auch noch auf dem Tafelklavier von Clara Schumann spielen. „Das war eine große Ehre“, vermerkt der Künstler. Brenner-Wilczek zeigte dem Paar auch das Schumann-Haus, allerdings nur von außen, denn die Arbeiten am neuen Museum laufen noch. „Total interessierte Menschen, das waren gute und kluge Gespräche“, bilanziert die Direktorin das Zusammentreffen, das so spontan zustande gekommen war.

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