Begegnung zur Fußball-EM Wie Düsseldorfer Schüler Gianluigi Buffon und die italienische Nationalelf trafen

Düsseldorf · Schüler des Wim-Wenders-Gymnasiums in Düsseldorf-Oberbilk haben einen Fußball-Kreativwettbewerb gewonnen und durften echte Prominenz treffen. Welches bedeutende Tor sie nachgestellt und worüber sie mit Ex-Nationaltorwart Gianluigi Buffon gesprochen haben.

 Die Schüler des Wim-Wenders-Gymnasiums bei der Siegerehrung in Iserlohn. Auch Ex-Nationaltorwart Gianluigi Buffon (3.v.r., hinten) hat mit den Schülern gesprochen.

Die Schüler des Wim-Wenders-Gymnasiums bei der Siegerehrung in Iserlohn. Auch Ex-Nationaltorwart Gianluigi Buffon (3.v.r., hinten) hat mit den Schülern gesprochen.

Foto: Wim-Wenders-Gymnasium

Einmal einen Fußball-Profi treffen: Dieser Wunsch ist nun für Schüler des Düsseldorfer Wim-Wenders-Gymnasiums in Erfüllung gegangen. Bei einem Wettbewerb der italienischen Botschaft belegten sie mit ihrem Beitrag den dritten Platz und trafen die Mannschaft beim Training sowie den ehemaligen Nationaltorwart Gianluigi Buffon. Für die Schüler sei das ein einzigartiges Erlebnis gewesen, berichtet Schulleiterin Antonietta Zeoli nach dem Treffen.

Die Botschaft hatte zum Videowettbewerb aufgerufen: Schüler sollten „das schönste Tor unserer Nationalmannschaften“ – der deutschen oder italienischen – möglichst kreativ nachstellen. Zum Platz auf dem Treppchen hat es die Schülergruppe mit ihrem Video über einen Moment geschafft, den die 13- bis 17-Jährigen selbst nicht miterlebt haben: Das Tor von Fabio Grosso im WM-Halbfinale 2006, das das Sommermärchen der deutschen Mannschaft beendete.

„Die Schüler wollten unbedingt ein Tor darstellen, dass Italien und Deutschland verbindet“, sagt Zeoli. Mithilfe der betreuenden Lehrer Adriano Alfano und Felicitas Megis und nachdem die Schüler auch ihre Eltern befragt hatten, fiel die Wahl auf dieses Tor. In ihrem Wettbewerbsvideo stellen sie diese Szene authentisch nach, inklusive italienischem Kommentator und Torjubel.

Die 18 Schüler nahmen alle freiwillig am Projekt teil, überlegten sich in ihrer Freizeit gemeinsam, wie sie ihr Video gestalten möchten und wie jeder sein Talent einbringen kann.

„Am Ende hatten wir Schüler in der Gruppe, die gern filmen, schneiden, Sport machen oder italienisch sprechen“, sagt Zeoli über den Mix der Gruppe. „Wir versuchen hier immer Dinge zusammenzubringen, von denen man eigentlich denkt, dass sie nicht zusammenpassen“, sagt Zeoli. So auch bei diesem Projekt, das Sport und Kunst verbindet.

Wobei: Auch der ehemalige Nationaltorwart Buffon, der sich beim Treffen mit den Schülern in Iserlohn viel Zeit nahm, vertrete die Ansicht, dass guter Fußball auch eine Form von Kunst ist, sagt Zeoli.

So nah an die Fußballer – neben Buffon trafen sie noch die aktuelle Mannschaft beim Training – heranzukommen, sei sehr emotional für die Schüler gewesen. Seit dem Treffen würden sie viel von dieser Begegnung reden, die geschenkten Italia-Schals auch hier tragen.

Neben der rein fußballerischen Bedeutung zeigten sich die Schüler beeindruckt von der Begegnung: Sie hätten sich ernst genommen gefühlt und mit Buffon zum Beispiel darüber gesprochen, was der Sport für sie bedeute, wie er auch die verschiedensten Menschen zusammenbringen könne. „Es hat uns und auch die Schüler noch mal bestärkt, dass Sport Grenzen überwinden und verbinden kann“, sagt Zeoli über diese Erfahrung.