Umzug in Düsseldorf Eller Musik spielt bei den Schützen eine große Rolle

Eller · Zum Atem holen kamen die Sankt Sebastianus Schützen Eller in den letzten drei Tagen kaum. Mit dem Krönungsball wird das Schützenfest heute Abend beendet.

 Die Rhythmik-Fanfaren der Kompanie des Königs Thomas Wemmers beim Festzug Alt-Eller.

Die Rhythmik-Fanfaren der Kompanie des Königs Thomas Wemmers beim Festzug Alt-Eller.

Foto: Endermann, Andreas (end)

Zum Atemholen kamen die Sankt Sebastianus Schützen Eller in den letzten drei Tagen kaum. Während des Schützenfestes jagte ein offizieller Anlass den nächsten. Und auch heute gibt es mit dem Schützen- und Familientag auf der Kirmes, dem Antreten des Regimentes am Luisenheim mit Blumenübergabe und Musikdarbietungen und dem Krönungsball im Festzelt bis zum großen Zapfenstreich noch einiges zu erledigen. „Das ist bei uns alles gut durchgetaktet und funktioniert auch. Jeder weiß, wann er was zu tun hat“, meint Schützenchef Lothar Adams.

Bis heute Abend, bis zum Krönungsball „regieren“ noch Schützenkönig Thomas Wemmers (Regiment Rhythmik Fanfaren) und Königin Michelle Göddertz die 16 bei den Sebastianern zusammengeschlossenen Schützen-Gesellschaften. „Es war eine schöne Zeit, aber ich bin auch glücklich, demnächst nicht mehr so viele Verpflichtungen zu haben und mich einfach wieder in die Reihen des Fanfarencorps einreihen zu können“, sagt Wemmers. Normalerweise spielt er Fanfare und großes Horn bei den Rhythmik Fanfaren. „Schütze bin ich seit 2003. Angefangen habe ich bei der Gesellschaft Andreas Hofer. Dann habe ich immer mehr Lust bekommen, Musik zu machen und bin seit fünf Jahren bei den Rhythmik Fanfaren“, so Wemmers.

Sowieso spielt Musik bei den Elleraner Schützen eine große Rolle. Kaum ein Anlass, bei dem nicht poppige, rockige oder auch traditionelle Töne erklingen. Gut, dass es neben den Rhythmik Fanfaren mit dem Regimentstambour- und Fanfarencorps Eller 1906 und dem Brass & Drums Corps Rhine Guards noch zwei weitere Musikgruppen bei den Sankt Sebastianern gibt. Doch für die große Parade mit gut 800 Schützen war auch das zu wenig.

„Wir haben 14 Musikgruppen im Zug gehabt“, erklärt Adams. „Musik ist für uns Schützen und für die Bevölkerung wichtig. Wir wollen doch alle Spaß haben.“ So sind die musikalischen Darbietungen auch anlassbezogen ausgesucht. Während der Parade wurde eher Marschmusik gespielt, wobei die Rhine Guards in der Tradition der US-amerikanischen Marching Bands durchaus auch beschwingte Elemente zum Besten gaben. „Die Rheinfanfaren“ spielten zur Eröffnung des Schützenfestes, die Stimmungsband „Rabaue“ heizte einen Abend lang im Festzelt richtig ein, der musikalische Frühschoppen auf dem Gertrudisplatz wurde vom Fanfarencorps Freischütz Bilk eingeläutet.

 Die Rhythmik-Fanfaren der Kompanie des Königs Thomas Wemmers beim Festzug Alt-Eller.

Die Rhythmik-Fanfaren der Kompanie des Königs Thomas Wemmers beim Festzug Alt-Eller.

Foto: Endermann, Andreas (end)

Den musikalischen Höhepunkt bot aber die bajuwarische Metal-Musikkombo mit Tuba und Posaune „Blechblos’n“ beim Trachten- und Wiesn-Abend. Die Bayern, die auch schon beim Hard-Rock-Festival in Wacken auftraten, verstehen es, althergebrachten Blechblasinstrumentenklang mit modernsten Heavy-Metal-Elementen harmonisch zu verbinden. „Blechblos’n haben es einfach drauf. Die sind richtig gut. Da kann man sich eine Scheibe von abschneiden“, urteilt Wemmers. Zum Üben, um auf „Blechblos’n“-Niveau zu kommen, hat Ex-König Wemmers ab heute Abend wieder mehr Zeit.