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Schützenfest in Kaiserswerth mit Hubert Peters als Oberst

Brauchtum : 30 Jahre als Oberst im Schützendienst

Hubert Peters ist begeistertes Mitglied der Kaiserswerther Bruderschaft. Seit drei Jahrzehnten eröffnet er zu Pferd den großen Festzug. Zudem hat er 41 Jahre lang den St. Martin gegeben.

Hubert Peters hat eine wichtige Aufgabe beim Kaiserswerther Schützenfest. Als Oberst eröffnet er traditionell den Festzug und achtet darauf, dass sich die Gruppen richtig einreihen. „Eine schöne Aufgabe“, sagt Peters. Aufgeregt ist er schon lange nicht mehr. Schließlich hat er dieses Amt seit 30 Jahren inne. „Anfangs war das anders, da hatte ich richtig feuchte Hände und Angst, einen falschen Befehl zu geben und mich so zu blamieren“, sagt der 79-Jährige.

Seit 64 Jahren ist er Mitglied der Kaiserswerther Bruderschaft, gehört dem 2. Zug an und war 1962 Kronprinz und 1992 Schützenkönig der Bruderschaft. „Das Schützenwesen ist mir quasi in die Wiege gelegt worden, denn mein Vater und mein Großvater waren ebenfalls Schützen, und nach der Schule war es früher üblich bei den Schützen mitzumachen“, sagt Peters. Diese Familientradition gibt er weiter. Sohn Marcus ist ebenfalls bei den Kaiserswerthern aktiv, hat das Amt des Schießmeisters übernommen und hat seinen Vater in den vergangenen Jahren auf dem Pferd zur Parade begleitet. „Das ist besonders für die Pferde angenehmer, denn diese sind Herdentiere und fühlen sich zu Zweit sicherer“, sagt Hubert Peters, der etwas von den scheuen Tieren versteht.

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Sohn Marcus hat inzwischen seinen Vater bei einem anderen wichtigen Amt der Bruderschaft abgelöst. Nach 41 Jahren hat er die Rolle des St. Martin beim Martinsfest in Kaiserswerth übernommen, das von der Bruderschaft traditionell gestaltet wird. Als Oberst denkt Peters aber noch nicht ans Aufhören. „Wenn es die Gesundheit zulässt, bin ich auch nächstes Jahr wieder dabei.“

Notfalls, wie erstmals in diesem Jahr, auch nur zur Fuß. Den Zug selbst hat der Oberst gestern auch nicht mehr zu Pferd angeführt. Nachdem die Front abgeschritten worden war, hat sich Peters, der von Beruf Bauer ist, auf seinen Traktor geschwungen und mit diesem den Planwagen, in dem die Senioren der Schützen am Festzug teilnehmen können, durch die festlich geschmückten Gassen des historischen Ortskerns gezogen.

Zum Zug selbst gehörten rund 180 Schützen, darunter befreundete Gruppen aus Lohausen, Wittlaer und erstmals die Andreas Hofer Kompanie aus Duisburg Serm. Ein besonderer Hingucker waren erneut die Fahnenschwenker aus Angermund in ihren farbenfrohen Uniformen und die Gäste aus dem Winterbrauchtum. Denn der Karnevalsverein Nordlichter verstärkt den Festzug traditionell. Festlich waren zudem die vier Kutschen geschmückt, in denen das Kaiserswerther Königspaar Werner und Brigitte Reckers, der Schülerprinz Fabian Brokatzky und das Kleinschützenkönigspaar Raphael Thier und Lena Gerwiener an dem Umzug teilnahmen.

Dieser endete mit der Parade vor dem Kaiserswerther Rathaus am Kaiserswerther Markt, die neben dem Königspaar auch von vielen Ehrengästen abgenommen wurde. Traditionell ging es danach gemeinsam zum Schützenplatz, der seit vier Jahren wieder am Rheinufer liegt und damit eine ganz besondere Atmosphäre genießt. Dort kann auch heute wieder die Kirmes, auf der unter anderem eine Raupe und ein Schießstand aufgebaut wurden besucht werden. Der Tag und das Schützenfest enden heute mit dem großen Zapfenstreich. „Darauf freue ich mich besonders, denn das ist immer der krönende Abschluss“, sagt Hubert Peters.