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Schützen in Düsseldorf-Bilk werden 575 Jahre alt

Düsseldorf : Schützen in Bilk werden 575 Jahre alt

Mit dem Titularfest, dem Tag zu Ehren des Namenspatrons, hat der St. Sebastianus Schützenverein Bilk sein Jubiläumsjahr eröffnet. Das Regiment wird in diesem Jahr 575 Jahre alt.

Weil es für den Familientag der Schützen kaum ausreichend große Räumlichkeiten gibt, wurde ein Festzelt organisiert, das mit Hilfe einer närrischen Herren- und einer Mädchensitzung finanziert wurde. Möglich war das vor allem durch ein tolles Programm, das wiederum der guten Zusammenarbeit zwischen Schützen und Karnevalsvereinen zu verdanken ist. Eine sinnvolle Kooperation, schon weil auch das Winterbrauchtum so seine Probleme in der heutigen Zeit hat.

Nach dem Festgottesdienst am Sonntag appellierte der Erste Chef Ulrich Müller an alle Anwesenden, sich noch mehr für die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt zu engagieren, und das über Orts- und Verbandgrenzen hinweg. Im Anschluss wurden besonders engagierte Kameraden für ihre langjährigen Verdienste im Brauchtum vom Rheinischen Schützenbund ausgezeichnet.

Thema des Tages war natürlich auch das Versprechen, das Rheinbahn-Chef Klaus Klar beim Titularfest in Stadtmitte gegeben hatte: Der amtierende Gästekönig der Sebastianer, der nun auch einem Düsseldorfer Schützenverein beitreten möchte, hatte allen Schützen in Uniform während der Rheinkirmes freie Fahrt mit Bus und Bahn zugesagt.

Für die Kritik an diesem Angebot hat René Krombholz kein Verständnis: „Die größte Kirmes am Rhein wird ehrenamtlich organisiert. Unglaublich viele Stunden an Freizeit verhelfen damit der Stadtkasse zu Einnahmen in beachtlicher Höhe“, sagt er. Und: „Die Arbeit der Vereine wird durch immer neue Gesetze, Vorschriften, Abgaben oder Sicherheitskonzepte erschwert“, so Krombholz.