Schülerzeitung der Lore-Lorentz-Schule auf Platz Eins

Auszeichnung : Lologramm ist eine der besten Schülerzeitungen bundesweit

Beim Wettbewerb der Bundesländer erreichte Lologramm von der Lore-Lorentz-Schule in der Kategorie „Berufliche Schulen“ den ersten Platz.

Sie diskutieren die neueste Ausgabe ihrer Schülerzeitung, begutachten den Titel und das Layout. „Wir haben diesmal einen Schwerpunkt zum Thema Nachhaltigkeit“, sagt Sophie Schilmar (17). Mit Kim Kollig (18) befragte sie Lehrer und Schüler, mit welchem Verkehrsmittel sie zur Schule kommen. Sophia Ramahi (17) berichtet von den letzten Fridays-for-Future-Demonstrationen: „Ich war dabei und habe dort auch Schüler interviewt“, sagt sie. 24 Seiten widmen sie dem Titelthema. „Darüber hinaus haben wir viele verschiedene Rubriken“, beschreibt Hasan Ugurlu (19) das Konzept von Lologramm. So heißt die Schülerzeitung, die im Schuljahr 2013/2014 als freiwillige Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen wurde. Viel Herzblut investieren die Jugendlichen in ihre Zeitung. Dafür wurden sie jetzt belohnt. Denn beim bundesweiten Wettbewerb der Bundesländer erreichte Lologramm Platz eins als beste Schülerzeitung einer beruflichen Schule.

Einmal wöchentlich trifft sich das Redaktionsteam, an den Artikeln arbeiten die Jugendlichen meist in ihrer Freizeit. Zweimal jährlich erscheint das Heft mit einer Auflage von 250 Exemplaren. „Wir sind stolz auf unsere Ideen“, sagen die Macher von Lologramm. Emelie Clemens hat den Titel der aktuellen Ausgabe entworfen: „Es ist mein erstes Cover, bisher war ich noch nicht aktiv dabei“, sagt sie. An der beruflichen Schule bietet die Zeitung die Chance, erste journalistische Praxiserfahrungen zu sammeln. Einige Schüler möchten später in den Medien arbeiten. In den Bildungsgängen Sprache und Literatur ist das Fach „Journalismus“ ein eigenständiges Unterrichtsfach. Die Absolventen des Bildungsgangs Gestaltungstechnische/r Assistent/in engagieren sich für das Layout. Die Siegerausgabe gestalteten Johanna Eisenbach, Lisanne Richter und Johanna Naujoks mit. „Wir sind da sehr frei und können individuell gestalten“, sagt Naujoks.

Beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder gewann die neunte Ausgabe des Lologramms aus dem Frühjahr 2018. Dieser erste Platz ist natürlich ein großer Ansporn.

Der Schülerzeitungswettbewerb, der von der Jugendpresse Deutschland und den Bundesländern veranstaltet wird, steht unter der Schirmherrschaft des amtierenden Bundesratspräsidenten Daniel Günther. Zur Preisverleihung, die am 20. Juni im Bundesrat stattfindet, fährt eine 13-köpfige Delegation der Lologramm-Redaktion nach Berlin. „Neben der Preisverleihung stehen dort auch Workshops auf dem Programm“, sagt Lehrer Nils Thiermann. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen Claudia Vosse und Maxi Duis betreut er das Zeitungsprojekt. Ein Geldpreis in Höhe von 1000 Euro ist mit dem ersten Platz verbunden, die Redaktion finanziert damit einen Teil der Reisekosten und plant die Anschaffung von Tablets. Am 27. Juni besucht die Lologramm-Redaktion den Düsseldorfer Landtag. Landtagspräsident André Kuper hat die Lore-Lorentz-Schüler eingeladen: „Als Dankeschön für den wertvollen und wichtigen Einsatz zur gelebten Demokratie“, so Kuper.

Nikolas Beitelsmann war der Chefredakteur der preisgekrönten Ausgabe, die sich im Titelthema mit der Städterivalität zwischen Köln und Düsseldorf auseinandersetzte. Er stieß in diesem Heft außerdem die Debatte um das Gedicht einer Schülerin an, das bei einer traditionellen Lesung des Bildungsganges Sprache und Literatur nicht öffentlich vorgetragen werden durfte. In der Schulöffentlichkeit führte das zu einer breiten Diskussion, die sich in der Ausgabe mit zahlreichen Beiträgen wiederspiegelt. „Im Kleinen zeigen unsere Redakteure auf diese Weise, wie Medien im Sinne von Pressefreiheit und Meinungsbildung als vierte Gewalt funktionieren können“, sagt Thiermann. Über seine Motivation sich für die Schülerzeitung zu engagieren sagt Beitelsmann, der mittlerweile studiert: „Der Welt da draußen möchte ich etwas sagen. Das Lologramm war dafür eine super Plattform. Ich kann nur jedem Schüler empfehlen, das gleiche zu tun, es lohnt sich.“

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