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Düsseldorf: Schüler streiken für abgesetzten Direktor

Düsseldorf : Schüler streiken für abgesetzten Direktor

Die Schüler des Freien Christlichen Gymnasiums sind wütend: Ohne konkrete Gründe zu nennen, hat der Träger der Schule in Reisholz, der Rheinisch-Bergische Verein Freie Christliche Schulen (RBV-FCS), am vergangenen Donnerstag Direktor Uli Marienfeld seines Amtes enthoben.

Mit einem Sitzstreik protestierten deshalb gestern Morgen Schüler, Eltern und Lehrer vor dem Haupteingang des Schulgebäudes und taten ihre Meinung mit Plakaten, Megafonen und auf T-Shirts kund. Ihre Botschaft: Sie wollen den beliebten Schulleiter zurück - oder zumindest die Gründe für seine Absetzung erfahren.

Doch genau die will Claudia Orth, Vorsitzende des Rheinisch-Bergischen Vereins, "aus arbeitsrechtlichen Gründen" nicht nennen, wie sie vergangene Woche bereits im Gespräch mit der RP bekräftigt hatte. Dabei betonte sie auch, dass Marienfeld keineswegs gekündigt worden sei. Er dürfe weiterhin als Lehrer an der Schule arbeiten und man könne ihn sich lediglich nicht mehr als Direktor vorstellen.

Das wollen die Schüler jedoch nicht akzeptieren und protestieren auch in den sozialen Netzwerken weiter: Unter dem Hashtag "#teammarienfeld" posten sie seit der Absetzung des Schulleiters Fotos und persönliche Statements wie "Wir wollen nur einen - den Uli und sonst keinen". Die eigens für den Protest angelegte Facebook-Seite "TeamMarienfeld für das FCG" zählte bis gestern Abend fast 500 Unterstützer. Für Mittwochabend ist zudem eine Mahnwache vor der Schule geplant.

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Und auch die ehemaligen Schüler des Gymnasiums setzen sich für den Direktor ein und haben sich in einem offenen Brief an den Vorstand des Trägervereins gewendet. Marienfeld sei für Schüler, Lehrer und Eltern eine Identifikationsfigur, heißt es darin. Ihn mitten im Schuljahr seines Amtes zu entheben, werde ihm nicht gerecht. "Nach dieser nun getroffenen Personalentscheidung machen wir Ehemaligen uns jedoch sehr Sorgen, welchen Weg das Freie Christliche Gymnasium zukünftig nehmen wird", heißt es weiter, schließlich lägen der Philosophie der Schule immer noch christliche Werte zugrunde.

Ebenfalls sprechen die früheren Schüler des Gymnasiums in dem Brief mögliche Gründe für die Amtsenthebung an, die auch im weiteren Umfeld der Schule zu hören sind: So soll es seit geraumer Zeit Spannungen zwischen dem Direktor und dem Verein gegeben haben, zuletzt durch einen auch von Marienfeld unterzeichneten, kritisch gehaltenen Brief an den Vorstand.

(RP)