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Ein Blick ins Testcenter: Schüler im Vodafone-Zukunftslabor

Ein Blick ins Testcenter : Schüler im Vodafone-Zukunftslabor

Eine Gruppe von Hauptschülern und Gymnasiasten hatte die Chance, das Zukunftslabor Telekommunikation im Vodafone Global Testcenter zu sehen. Die Schüler fanden viel von dem wieder, was sie aus ihrem Alltag kennen.

"Wer weiß, wo die Funkstrahlung vom Handy hingeht?" Katharina, Schülerin am Comenius-Gymnasium, gibt die richtige Antwort: "Zur GMS Basisstation." Jörg Fischer führt eine Gruppe von Jugendlichen durch das Zukunftslabor Telekommunikation im weit verzweigten Vodafone Global Testcenter in Düsseldorf. Der Betrieb mit 250 Beschäftigten aus zehn Nationen ist einer von 45 Preisträgern beim bundesweiten Wettbewerb "Land der Ideen".

Als "Ausgewählter Ort 2008" präsentierte sich Vodafone jetzt bei einem "Innovation Day" und lud dazu erstmals rund 90 Schüler ein. Die Veranstaltung stieß auf so viel Resonanz, dass sie demnächst wiederholt werden soll. Bei der Premiere kamen die meisten Teilnehmer aus den Klassen 9a und 9b der Gemeinschaftshauptschule (GHS) Rather Kreuzweg, die sich auch am RP-Projekt "Schüler lesen Zeitung" beteiligen.

Ebenfalls dabei: die überwiegend weiblich besetzten Sozialwissenschafts-Kurse der Comenius-Jahrgangsstufe 11. "Wer hat schon einen solchen Global Player um die Ecke?", fragte Gymnasiallehrer Markus Bußkamp. "Einen besseren Einblick kann man doch gar nicht bekommen."

Jeder besitzt ein Handy

GHS-Lehrerin Johanna Kaup: "Wir wollten die Chance nutzen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Vielleicht geben meine Schüler mehr Gas, wenn sie wissen, welche tollen Berufe man erlernen kann. So ruhig und interessiert erlebe ich sie sonst kaum. Aber das Thema hat ja auch Bezug zu ihrem Alltag. Heute besitzt jeder ein Handy oder einen mp3-Player."

Nach dem Frühstück verteilten sich die Schüler gruppenweise bei spannenden Vorführungen im Tagungsraum. Die Jungs vom Rather Kreuzweg begeisterten ein Induktions-Experiment sowie Details aus der Handy- und SMS-Technik. Präsentiert wurden auch neue Produkte. Erst gestern kam der "Musikfinder" auf den Markt. Er kann nach 15 Sekunden orten, welcher von sechs Millionen abgespeicherten Titeln gerade im Radio gespielt wird. Das faszinierte die Schüler mehr als ein Angebot zum Runterladen verschiedener Freizeichentöne. "Überflüssig", meinte Yasemin.

Beim Rundgang durchs Haus fiel Jana angesichts geballter Technik und dem Dröhnen der Klimaanlagen etwas auf: "Wo sind denn die Leute, die hier arbeiten?" Ein paar Experten, die im "Load and Stress Testing" die Belastbarkeit von SMS-Systemen unter die Lupe nahmen, fanden sich dann aber doch. Ausklang des Informationstages: eine mit Vodafone-Vorstand Friedrich Jussen und Edda Pulst, Professorin für Wirtschafts-Informatik, prominent besetzte Podiumsdiskussion.

(RP)