Düsseldorfer sind empört: Schriftzug Schneider Wibbel aus Gasse verschwunden

Düsseldorfer sind empört: Schriftzug Schneider Wibbel aus Gasse verschwunden

Schneider Wibbel existiert nicht mehr. Zumindest der Schriftzug ist so, wie ihn die Düsseldorfer kennen, nicht mehr zu finden. Dort, wo lange Zeit über Nadel und Faden Schneider Wibbel zu lesen war hängt jetzt in Großbuchstaben der Name eines Steak- und Fischhauses. Lediglich die nun namenslose Spieluhr ist an der Hauswand in der Schneider-Wibbel-Gasse zwischen Bolker- und Flinger Straße geblieben.

Die Stadt Düsseldorf zeigt sich in dem Fall machtlos. Ein Sprecher der Stadt verweist auf die Initiative des Eigentümers des Hauses. Der hat sich dazu entschieden, den bekannten und traditionsreichen Schriftzug durch ein Reklameschild für sein Restaurant zu ersetzen. Auf Nachfrage warum dies geschehen sei, war der Inhaber nicht zu sprechen.

So sah es bisher aus. Über Nadel und Faden der bekannte Schriftzug Schneider Wibbel. Foto: Susanne Kamp

Tradition sollte bleiben

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Empört über diese Maßnahme zeigt sich nicht nur die Rheinische Bühne Düsseldorf. Auch die Düsseldorfer sind alles andere als begeistert. "Ich lebe seit 60 Jahren hier und Tradition sollte bleiben", sagt Renate Schönherr. Gudrun Ponzelar hat zwar Verständnis dafür, dass der Inhaber für sein Restaurant werben möchte, sagt aber auch, dass er es an anderer Stelle hätte montieren können. "Außerdem wissen doch die Touristen jetzt gar nicht mehr, dass es Schneider Wibbe ist", so die Düsseldorferin. Leo Franck bringt es deutlich auf den Punkt: "Das darf nicht sein. Das hätte so nicht passieren dürfen."

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