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Düsseldorf: Schadstoff-Messestelle zieht von Lohausen an Südring

Düsseldorf : Schadstoff-Messestelle zieht von Lohausen an Südring

Landesumweltamt reagiert auf Bürgeranfrage und versetzt Station nach Bilk. Am Flughafen Grenzwerte eingehalten.

Die Sorgen der Anwohner im Bereich des Südrings in Bilk sind gehört worden: Das jetzt begonnene Jahr über wird das Landesumweltamt mit einer stationären Messstation im Bereich der Norfer Straße die Luftbelastung mit Schadstoffen wie Feinstaub und Stickstoffoxid messen. Der Südring verbindet die südliche Innenstadt, den Hafen sowie die Autobahnen 46 und 57, gehört deshalb zu den am stärksten befahrenen Trassen Düsseldorfs. Seit Jahren beklagen sich Anwohner über die Belastung mit Schadstoffen und Lärm.

Außerdem wird an der Norfer Straße ein so genannter Passivsammler installiert. Mit diesem Gerät wird auch dort die Belastung mit Stickstoffdioxid gemessen, einem giftigen, stechend riechendem Gas, das bei allen Verbrennungsvorgängen entsteht. Der Maßnahme vorausgegangen waren Modellrechnungen, in denen sich der Verdacht auf Grenzwertüberschreitungen erhärtete. Nun sollen die Messwerte des Jahres 2015 Klarheit schaffen. "Am Südring gibt es zwar eine starke Verkehrsbelastung, aber wenig Häuserschluchten - die Luft kann sich also relativ frei verteilen", sagt Peter Schütz, Sprecher der Landesbehörde. Deshalb bleibt spannend, was Ende des Jahres herauskommt.

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Dieser Zeitraum wird deshalb gegeben, um temporäre Einflüsse auf die Luftbelastung möglichst auszuschließen. So seien wegen der speziellen Wetterlage im Frühjahr und Herbst die Schadstoffwerte in der Regel höher als etwa im Sommer. "Das System ist träge, aber andernfalls gäbe es die Gefahr, dass die Werte nicht gerichtsfest sind", sagt Schütz. Nach dem gemessenen Jahr werden diese Daten mit denen des Deutschen Wetterdienstes gegengerechnet.

Als abgeschlossen sieht das Landesamt vorerst das Monitoringprojekt am Flughafen in Lohausen. Da 2014 an keinem der Messpunkte der Stickstoffdioxidgrenzwert überschritten wurde, konnten die Messgeräte nach Ansicht der Behörde abgebaut und an anderer Stelle eingesetzt werden. Und das trotz der geplanten Kapazitätsausweitung des Flughafens? "Sollte sich etwas an der Situation ändern, werden wir reagieren", sagt Schütz. Das würde dann aber eben wieder ein Jahr in Anspruch nehmen, bis die endgültigen Werte vorliegen.

Die Messergebnisse stehen im Internet unter: www.lanuv.nrw.de

(RP)